Tiefe Wasser (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Adrian Lyne |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-03-17 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 49.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,8 (1.717 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vic und Melinda Van Allen führen eine Ehe, die sie nicht beenden wollen. Ihre Lösung ist eine Absprache: Melinda darf andere Männer haben.
Was folgt, ist keine Entspannung. Melindas Liebhaber verschwinden — und Vic tut wenig, um den Verdacht von sich zu weisen. Ein gefundener Ausweis bringt Melinda dazu, ihren Mann verlassen zu wollen; die gemeinsame Tochter Trixie hält sie davon ab.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Patricia Highsmiths Roman von 1957.
Regie führte Adrian Lyne — sein erster Film nach zwanzig Jahren Pause. Das Drehbuch schrieben Zach Helm und Sam Levinson; sie holten den Stoff in die Gegenwart und schrieben die Auflösung vollständig um.
Ben Affleck spielt Vic Van Allen, Ana de Armas die Melinda, Grace Jenkins die Tochter Trixie, Tracy Letts den Don Wilson, Jacob Elordi den Charlie De Lisle und Finn Wittrock den Tony Cameron.
Produziert wurde der Film von Arnon Milchan, Guymon Casady, Benjamin Forkner und Anthony Katagas. Die Kamera führte Eigil Bryld, den Schnitt besorgten Andrew Mondshein und Tim Squyres, die Musik stammt von Marco Beltrami.
Gedreht wurde ab November 2019 in New Orleans. Der ursprünglich für Januar 2022 geplante Kinostart wurde gestrichen; am 18. März 2022 erschien eine gekürzte Fassung digital.
Hinter den Kulissen
Die Rückkehr Adrian Lynes nach zwanzig Jahren ist der auffälligste Produktionsbefund. Ein Regisseur, dessen Name mit einem bestimmten Typ von Ehethriller verbunden ist, nimmt sich einen Highsmith-Stoff vor — und wird an beidem gemessen.
Die Umarbeitung der Auflösung ist die zweite Entscheidung mit Folgen. Wer den Roman kennt, sieht einen anderen Film als jemand, der ihn nicht kennt; die Drehbuchautoren haben das Ende ausgetauscht, nicht angepasst.
Die Absprache zwischen den Eheleuten ist dabei der Motor. Sie soll die Ehe retten und schafft genau die Lage, in der Vic handeln kann, ohne dass es zunächst auffällt — jede Verschwiegenheit ist Teil der Vereinbarung.
Bemerkenswert ist der Auswertungsweg. Gedreht 2019, geplanter Kinostart 2022, dann gestrichen und stattdessen eine gekürzte Fassung im Digitalvertrieb — ein Film, der seinen Weg zur Leinwand nicht mehr fand.
Einordnung & Wirkung
Rotten Tomatoes weist 35 Prozent positive Bewertungen aus.
Die Süddeutsche Zeitung kritisierte, statt eines Psychodramas mit Tiefgang, das zum Nachdenken anrege, unterhalte der Film mit Erotik, Sex und Blutvergießen. Justin Chang würdigte in der LA Times dagegen Lynes Hinwendung zu einer kühlen Highsmith'schen Misanthropie.
Beide Urteile beschreiben denselben Film aus entgegengesetzter Richtung. Was die eine Seite als Verflachung liest, sieht die andere als Konsequenz — die Frage ist, ob die Kälte des Films sein Thema ist oder sein Mangel.
Dass die Kinoauswertung entfiel und eine gekürzte Fassung digital erschien, hat dieser Debatte einen Teil ihres Gegenstands genommen: Was zu sehen war, war nicht die Fassung, die gedreht worden war.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ben Affleck als Vic Van Allen
- Ana de Armas als Melinda Van Allen
- Tracy Letts als Don Wilson
- Lil Rel Howery als Grant
- Dash Mihok als Jonas Fernandez
- Finn Wittrock als Tony Cameron
- Kristen Connolly als Kelly Wilson
- Jacob Elordi als Charlie De Lisle
- Rachel Blanchard als Kristin Peterson
- Michael Braun als Jeff Peterson
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Verfügbarkeit
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