Silver Linings (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David O. Russell |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-11-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 21.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 236.412.453 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (12.851 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Pat Solitano kommt nach acht Monaten aus einer psychiatrischen Klinik zurück zu seinen Eltern. Er hat eine bipolare Störung, hat den Liebhaber seiner Frau fast totgeschlagen, gegen sie läuft eine einstweilige Verfügung, und er ist fest entschlossen, die Ehe zu retten — durch Joggen, positive Einstellung und das Lesen der Bücher aus ihrem Lehrplan.
Tiffany, die Schwägerin eines Bekannten, hat ihren Mann verloren und reagiert darauf auf eine Weise, die ihr Umfeld ebenfalls für gestört hält. Sie bietet Pat an, einen Brief an seine Frau zu übergeben — im Tausch gegen seine Teilnahme an einem Tanzwettbewerb. Der Film erzählt daraus keine Genesungsgeschichte, sondern eine über zwei Menschen, deren Umgebung mindestens ebenso beschädigt ist wie sie selbst.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Matthew Quicks Roman von 2008. David O. Russell arbeitete über fünf Jahre am Drehbuch. Sein persönlicher Bezug ist dokumentiert: Sein Sohn hat eine bipolare Störung und eine Zwangsstörung, und Russell hat mehrfach gesagt, er habe den Film für ihn gemacht.
Die Besetzung war schwierig. Mark Wahlberg war lange vorgesehen und schied wegen Terminüberschneidungen aus. Jennifer Lawrence war zweiundzwanzig und für die Rolle nach Ansicht mehrerer Beteiligter zu jung; sie überzeugte über eine per Video aufgezeichnete Probe.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Philadelphia, überwiegend an realen Schauplätzen einschließlich eines Wohnhauses, in dem die Familie Solitano lebt. Russell arbeitet mit beweglicher Handkamera, sehr nah an den Gesichtern, und lässt Dialoge häufig überlappen — Figuren reden gleichzeitig, wie es in Familien üblich ist.
Robert De Niro und Jacki Weaver spielen die Eltern; De Niros Figur hat eine Zwangsstörung, die der Film nicht als Marotte behandelt. Die Tanzszene am Ende wurde über Wochen einstudiert; die Choreografie ist absichtlich mittelmäßig, weil das Ziel der Figuren nicht der Sieg ist, sondern eine bestimmte Punktzahl.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 236 Millionen Dollar ein. Jennifer Lawrence gewann den Oscar als beste Hauptdarstellerin; der Film war in allen vier Schauspielkategorien nominiert — das war zuletzt 1981 einem Film gelungen.
Er wird in der Auseinandersetzung über die Darstellung psychischer Erkrankungen im Kino regelmäßig als Gegenbeispiel angeführt: Die Figuren werden weder als gefährlich noch als besonders begabt gezeichnet, und die Behandlung wird nicht als Ende der Erkrankung dargestellt. Kritik richtet sich dagegen an das Ende, das die Genesung enger an eine Liebesbeziehung knüpft, als es klinisch tragfähig ist.
Bilder








Besetzung & Stab
- Bradley Cooper als Pat Solatano Jr.
- Jennifer Lawrence als Tiffany Maxwell
- Robert De Niro als Pat Solatano Sr.
- Jacki Weaver als Dolores Solatano
- Anupam Kher als Dr. Cliff Patel
- Chris Tucker als Danny McDaniels
- Julia Stiles als Veronica
- Shea Whigham als Jake Solatano
- John Ortiz als Ronnie
- Paul Herman als Randy
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