Shutter Island (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Scorsese |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Mystery |
| Laufzeit | 138 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-02-14 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 80.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 294.804.195 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (26.440 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1954 setzen die US-Marshals Teddy Daniels und Chuck Aule auf eine Insel vor Boston über, auf der Ashecliffe steht — eine psychiatrische Anstalt für als gefährlich eingestufte Straftäter. Eine Patientin ist aus einem verschlossenen Zimmer verschwunden, ohne dass jemand erklären kann, wie.
Je länger die Ermittlung dauert, desto weniger passt zusammen: Die Ärzte weichen aus, Akten fehlen, ein Hurrikan schneidet die Insel ab, und Teddy verfolgt eine eigene Spur, die mit dem offiziellen Fall nichts zu tun hat. Der Film führt gezielt in die Bildsprache des Verschwörungsthrillers und stellt sie im letzten Akt auf den Kopf — mit einer Auflösung, die alles zuvor Gesehene neu einordnet.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Dennis Lehanes Roman von 2003; Lehane hatte zuvor bereits "Mystic River" und "Gone Baby Gone" geschrieben, die beide verfilmt wurden. Laeta Kalogridis schrieb das Drehbuch. Für Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war es die vierte gemeinsame Arbeit.
Scorsese näherte sich dem Stoff ausdrücklich über das Genrekino der 1940er und 50er: Er ließ das Team vor Drehbeginn eine Reihe klassischer Filme sichten, darunter Arbeiten von Jacques Tourneur, Alfred Hitchcock und Val Lewton, und legte Beleuchtung, Kamera und Farbgebung an deren Konventionen an — die Künstlichkeit einzelner Szenen ist gewollt und Teil des Hinweissystems.
Hinter den Kulissen
Als Ashecliffe diente das damals leerstehende Medfield State Hospital in Massachusetts, ergänzt um Studiobauten. Die Insel und die Küstenaufnahmen entstanden an verschiedenen Orten in Massachusetts.
Ungewöhnlich ist die Musik: Der Film hat keinen komponierten Score. Robbie Robertson stellte stattdessen vorhandene Stücke moderner Klassik zusammen, darunter Werke von Krzysztof Penderecki, György Ligeti und John Cage — dissonante, oft schmerzhaft laute Musik, die schon in der Anfahrt auf die Insel eine Bedrohung ankündigt, für die es zu diesem Zeitpunkt keinen Anlass gibt.
Paramount verschob den Start von Oktober 2009 auf Februar 2010. Das nährte Spekulationen über Qualitätsprobleme; tatsächlich lag der Grund in der Marketingplanung des Studios, das die Kosten für eine Preisverleihungskampagne nicht mehr aufbringen wollte.
Einordnung & Wirkung
Mit rund 294 Millionen Dollar wurde "Shutter Island" zu Scorseses bis dahin kommerziell erfolgreichstem Film — bemerkenswert für einen Regisseur, dessen Ruf sich nie über Einspielzahlen aufgebaut hat. Die Kritik war gespalten: Lob für Atmosphäre und Handwerk, Vorbehalte gegenüber einer Wendung, die manchen als Konstruktion erschien.
Mit dem zeitlichen Abstand hat sich die Einschätzung verschoben. Weil der Film seine Auflösung von Anfang an im Bild mitführt — in Anschlussfehlern, Lichtsetzung und Nebenfiguren, die beim ersten Sehen als Ungenauigkeiten wirken —, gilt er heute als eines der geschlossensten Beispiele für einen Film, der beim zweiten Sehen ein anderer ist.
Bilder








Besetzung & Stab
- Leonardo DiCaprio als Teddy Daniels
- Mark Ruffalo als Chuck Aule
- Ben Kingsley als Dr. Cawley
- Max von Sydow als Dr. Naehring
- Michelle Williams als Dolores
- Emily Mortimer als Rachel 1
- Patricia Clarkson als Rachel 2
- Jackie Earle Haley als George Noyce
- Ted Levine als Warden
- John Carroll Lynch als Deputy Warden McPherson
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Verfügbarkeit
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