GoodFellas (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Scorsese |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 146 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-09-12 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 25.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 47.072.327 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (14.766 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Henry Hill wächst im Brooklyn der 1950er gegenüber einem Taxistand auf, an dem sich die örtliche Mafia trifft. Er beginnt als Botenjunge, parkt Autos, verkauft Zigaretten und steigt über Jahrzehnte auf — mit Jimmy Conway und dem jähzornigen Tommy DeVito als engsten Vertrauten. Weil sein Vater Ire ist, wird er nie vollwertiges Mitglied, was ihn dauerhaft am Rand hält.
Der Film verfolgt diesen Weg von der Faszination bis zur Auflösung: Nach dem Lufthansa-Überfall am Kennedy-Flughafen beginnt Conway, die Beteiligten zu beseitigen. Henry wird kokainsüchtig, das Erzähltempo zerfällt mit ihm, und am Ende steht er im Zeugenschutzprogramm in einer Vorstadt und beschwert sich über die Nudeln.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Nicholas Pileggis Sachbuch "Wiseguy" von 1985, das auf Gesprächen mit dem realen Henry Hill beruht. Martin Scorsese las eine Besprechung und rief Pileggi an; beide schrieben das Drehbuch gemeinsam.
Scorsese war in genau dieser Umgebung aufgewachsen und kannte die Milieuregeln aus eigener Anschauung. Er setzte Ray Liotta gegen den Widerstand des Studios durch, das einen bekannteren Namen wollte. Joe Pesci hatte sich nach "Wie ein wilder Stier" weitgehend zurückgezogen und kehrte für die Rolle zurück.
Hinter den Kulissen
Die Steadicam-Fahrt durch den Hintereingang des Copacabana — von der Straße durch Küche und Gänge bis an einen Tisch, den das Personal eigens hereinträgt — läuft rund drei Minuten ohne Schnitt und entstand, weil die Produktion keine Drehgenehmigung für den Haupteingang bekam. Aus der Not wurde die bekannteste Einstellung des Films.
Die Szene, in der Tommy fragt, was denn lustig an ihm sei, geht auf eine Begebenheit zurück, die Pesci selbst als junger Mann erlebt hatte. Er erzählte sie Scorsese, der sie ins Drehbuch aufnahm; die Reaktionen der übrigen Darsteller am Tisch waren nicht vorbereitet. Scorsese arbeitete durchgehend mit Popmusik der jeweiligen Jahre statt mit komponierter Filmmusik.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 47 Millionen Dollar ein und gewann einen Oscar — Joe Pesci als bester Nebendarsteller — bei sechs Nominierungen; die Hauptkategorien gingen an "Der mit dem Wolf tanzt".
Sein Einfluss auf das Genre ist kaum zu überschätzen. Die Verbindung aus Erzählerstimme, Popsoundtrack, langen Kamerafahrten und beiläufig eingestreuter Gewalt wurde zum Standard und ist in "Casino", in "Die Sopranos" und in einer langen Reihe von Nachahmungen unmittelbar ablesbar. David Chase hat wiederholt gesagt, ohne diesen Film hätte es seine Serie nicht gegeben — er besetzte mehrere Darsteller daraus.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert De Niro als James Conway
- Ray Liotta als Henry Hill
- Joe Pesci als Tommy DeVito
- Lorraine Bracco als Karen Hill
- Paul Sorvino als Paul Cicero
- Frank Sivero als Frankie Carbone
- Tony Darrow als Sonny Bunz
- Mike Starr als Frenchy
- Frank Vincent als Billy Batts
- Chuck Low als Morris Kessler
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