Schande (1968)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ingmar Bergman |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1968-09-29 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (246 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Musiker, Jan und Eva, haben sich auf eine Insel-Farm zurückgezogen, während irgendwo ein Bürgerkrieg tobt. Sie leben zurückgezogen und ohne politische Haltung, ihr Alltag besteht aus kleinen Tauschgeschäften mit Nachbarn, etwas Fisch, gelegentlich ein Schluck Wein. Zwischen ihnen gibt es Spannungen: Jan wirkt zunehmend labil und überempfindlich, Eva wünscht sich Kinder, er nicht. Dann erreicht der Krieg auch ihr abgeschiedenes Leben. Rebellen greifen an, Nachbarn kommen um. Als die Gegenseite die Ordnung wiederherstellt, werden Jan und Eva als Kollaborateure verhaftet, verhört und schließlich freigelassen. Danach beginnt ein örtlicher Oberst, regelmäßig auf ihrem Hof aufzutauchen – ob aus Gesprächsbedürfnis oder aus Interesse an Eva, bleibt offen. Er gibt ihnen Geld. Als die Rebellen zurückkehren, bricht erneut Chaos aus, und Jan wird zu einem gewalttätigen Menschen. Die beiden versuchen zu fliehen, doch wohin diese Flucht führt, bleibt der eigentliche Kern des Films.
Entstehungsgeschichte
„Schande“ entstand 1968 unter der Regie von Ingmar Bergman. In den Hauptrollen sind Liv Ullmann und Max von Sydow zu sehen, unterstützt von Sigge Fürst und Gunnar Björnstrand. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriegsfilm und Drama verweist bereits auf die Anlage des Stoffes: Der bewaffnete Konflikt bleibt weitgehend abstrakt und namenlos, entscheidend ist, wie er zwei unpolitische Menschen von innen verändert. Die Geschichte konzentriert sich auf ein einziges Paar und dessen Beziehung zueinander sowie zu einer Figur der Macht, dem Oberst, der sich in ihr Leben drängt. Damit wird der Krieg zu einer psychologischen Versuchsanordnung, nicht zu einem historischen Ereignis mit klaren Fronten. Die kleine, überschaubare Besetzung unterstreicht diesen Kammerspielcharakter.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 aus einer noch schmalen Bewertungsbasis steht der Film respektabel innerhalb seines Genres. Seit der Entstehung 1968 sind mehr als fünf Jahrzehnte vergangen, doch die grundsätzliche Fragestellung – wie sich Menschen unter dem Druck von Gewalt und Angst verändern – bleibt unabhängig vom historischen Abstand nachvollziehbar. Innerhalb des Kriegsfilms nimmt „Schande“ durch seinen Fokus auf zwei Zivilisten statt auf Kämpfer eine eigene Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Liv Ullmann als Eva Rosenberg
- Max von Sydow als Jan Rosenberg
- Sigge Fürst als Filip
- Gunnar Björnstrand als Mr. Jacobi
- Birgitta Valberg als Mrs. Jacobi
- Hans Alfredson als Lobelius
- Ingvar Kjellson als Oswald
- Frank Sundström als Interrogator
- Vilgot Sjöman als TV Interviewer
- Bengt Eklund als Guard on Jacobi's Expedition
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Verfügbarkeit
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