Herbstsonate (1978)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ingmar Bergman |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1978-10-08 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 8 (730 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Charlotte ist gefeierte Pianistin und bemüht sich nach siebenjähriger Trennung um die Versöhnung mit Eva, ihrer ältesten Tochter. Die anfängliche Freude über das Wiedersehen ebbt rasch ab. Charlotte erfährt, dass Eva sich um die geistig und körperlich behinderte Schwester Helena kümmert — jene Tochter, die sie selbst in einer teuren Privatklinik untergebracht hatte. Von da an kommt zur Sprache, was jahrelang unausgesprochen blieb: Eva wirft ihrer Mutter vor, sich mehr um die Karriere als um die Familie bemüht zu haben, und gibt ihr die Schuld an der eigenen Unfähigkeit zu lieben. Das gestörte Verhältnis der beiden Frauen steuert auf offenen Hass und Aggression zu.
Entstehungsgeschichte
Der Film erschien 1978 unter der Regie von Ingmar Bergman. Die tragenden Rollen liegen bei Ingrid Bergman, Liv Ullmann, Lena Nyman und Halvar Björk. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren. Dass die Besetzung im Kern aus wenigen Frauen besteht, verweist auf eine Anlage, die auf Konzentration statt auf Breite setzt. Die Zusammensetzung mit drei Frauenrollen und einer männlichen macht überdies deutlich, wo das Gewicht der Auseinandersetzung liegt.
Hinter den Kulissen
Drama und Musik werden zusammengeführt, und die Motive — Pianistin, Ehe, Verlust eines geliebten Menschen, Invalidität, Wiedersehen von Mutter und Tochter — benennen die Themen ohne Umweg. Der Beruf der Mutter ist dabei kein Beiwerk, sondern der Grund des Konflikts: Er steht für die Zeit, die anderswo gefehlt hat. Die Erzählung folgt der Bauweise des Kammerspiels — wenige Figuren, ein enger Raum, ein Gespräch, das weiter geht, als beide Seiten es geplant hatten.
Einordnung & Wirkung
Mit 8,0 von 10 liegt ein hoher Wert vor, getragen von einer Stimmenzahl im dreistelligen Bereich. 48 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für das Familiendrama, das ohne äußere Handlung auskommt und seine Härte allein aus dem Gespräch bezieht. Die Musik ist dabei kein bloßes Beiwerk des Genres, sondern der Beruf, an dem sich der Konflikt entzündet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ingrid Bergman als Charlotte
- Liv Ullmann als Eva
- Lena Nyman als Helena
- Halvar Björk als Viktor
- Marianne Aminoff als Charlotte's Private Secretary
- Arne Bang-Hansen als Uncle Otto
- Gunnar Björnstrand als Paul
- Erland Josephson als Josef
- Georg Løkkeberg als Leonardo
- Mimi Pollak als Piano Instructor
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Verfügbarkeit
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