Rotbart (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 185 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-03-04 |
| Budget | 650.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.110.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (428 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kehrt der junge Arzt Noboru Yasumoto nach drei Jahren Studium in Nagasaki nach Edo zurück. Er hat große Pläne: Eine glänzende Laufbahn soll folgen, am liebsten eine Stelle am Krankenhaus des Shogunats. Seine Kenntnisse der westlichen Medizin und seine Herkunft scheinen ihn für die höchsten Kreise vorzubestimmen.
Doch seine erste Stelle führt ihn in ein sehr armes Viertel, in die Klinik des unnachgiebigen Dr. Niide, den alle nur Rotbart nennen. Yasumoto ist selbstsüchtig und ehrgeizig und empfindet es als Kränkung, einem Arzt an einem Ort zu unterstehen, der weder zu seinem Abschluss noch zu seinen Ambitionen passt.
Allmählich überwindet er seine bittere Enttäuschung. Er beginnt, sich an die Kranken und an seinen eigenwilligen Vorgesetzten zu binden. Rotbart erweist sich als ungewöhnlicher Mediziner mit reinem Herzen, der sich ganz den Ärmsten widmet. Im Umgang mit den Ausgestoßenen der Gesellschaft wird auch Noboru menschlicher.
Entstehungsgeschichte
Akira Kurosawa führte bei diesem Drama von 1965 Regie. Im englischsprachigen Raum heißt es „Red Beard“. Toshirō Mifune, Yūzō Kayama, Tsutomu Yamazaki und 団令子 bilden die Besetzung. Im Mittelpunkt steht die Begegnung zweier Ärzte, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Hinter den Kulissen
Das Werk bleibt ganz beim Drama und verzichtet auf jede Genremischung. Die Konzentration auf ein einziges Register passt zu einer Geschichte, die ihre Spannung nicht aus äußeren Ereignissen bezieht, sondern aus der inneren Wandlung eines Menschen.
Angelegt ist der Stoff als Lehrjahr. Ein junger, von sich überzeugter Mann trifft auf einen älteren Mentor, dessen Haltung er zunächst ablehnt. Die Klinik im Armenviertel dient dabei als Gegenwelt zu den Ambitionen des Aufsteigers: Wo er Karriere sucht, begegnet er Krankheit und Not. Aus dieser Reibung entsteht eine Erzählung über Verantwortung, Demut und die Frage, wem ärztliches Können dienen soll.
Einordnung & Wirkung
Mit 8,2 von 10 Punkten erreicht der Film eine sehr hohe Durchschnittsbewertung. Abgegeben wurden einige hundert Stimmen, eine überschaubare, aber auffallend geschlossene Zustimmung. Zwischen Erscheinen und heute liegen 61 Jahre, und dennoch fällt das Urteil so deutlich aus. Unter den Arztdramen zählt der Titel damit zu jenen, die beim Publikum besonders gut ankommen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Toshirō Mifune als Dr. Kyojio Niide ("Red Beard")
- Yūzō Kayama als Dr. Noboru Yasumoto
- Tsutomu Yamazaki als Sahachi
- Reiko Dan als Osugi
- Miyuki Kuwano als Onaka
- Kyōko Kagawa als Madwoman ("The Mantis")
- Tatsuyoshi Ehara als Genzô Tsugawa
- Terumi Niki als Otoyo
- Akemi Negishi als Okuni
- Yoshitaka Zushi als Chobo
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Verfügbarkeit
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