Orpheus (1950)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Cocteau |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Fantasy, Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1950-09-29 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (308 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Pariser Café des Poètes eskaliert ein Streit zwischen dem Dichter Orpheus und einer Gruppe neidischer Emporkömmlinge. Ein rivalisierender Dichter kommt dabei ums Leben. Eine geheimnisvolle Prinzessin besteht darauf, Orpheus und den Toten in ihrem Rolls-Royce fortzubringen, und Orpheus folgt ihr.
Die Fahrt endet nicht an einem gewöhnlichen Ort. Orpheus findet sich in der Unterwelt wieder, wo die Prinzessin ihm eröffnet, wer sie in Wahrheit ist: der Tod. Es gelingt ihm, im Wagen ins Reich der Lebenden zurückzukehren. Doch die Begegnung hat Spuren hinterlassen. Fortan ist Orpheus wie besessen vom Autoradio. Was ihn daran so fesselt, bleibt vorerst ein Rätsel.
Entstehungsgeschichte
Jean Cocteau führte 1950 Regie bei diesem Spielfilm, der Liebesfilm, Fantasy und Drama zusammenführt. Jean Marais, François Périer, María Casares und Marie Déa bilden die zentrale Besetzung. Schauplatz ist Paris, wo Kunstbetrieb und Totenreich unmittelbar aneinandergrenzen.
Hinter den Kulissen
Die Genrekombination ist ungewöhnlich und aufschlussreich. Dass der Liebesfilm dazugehört, legt nahe, dass die Begegnung mit dem Tod mehr ist als eine Bedrohung. Fantasy öffnet den Weg in die Unterwelt, das Drama hält die Geschichte bei den seelischen Folgen.
Bemerkenswert ist die Verbindung von Mythischem und Alltäglichem. Der Tod fährt Rolls-Royce, und ein Autoradio wird zum Medium zwischen den Welten. Ein Pariser Café dient als Ausgangspunkt für eine Reise ins Jenseits. Diese Verankerung übersinnlicher Vorgänge in Gegenständen der Gegenwart prägt die Erzählform. Auch das Künstlermilieu hat Gewicht: Neid, Rivalität und eine rätselhafte Besessenheit sind Motive, die den Dichter als Figur ernst nehmen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,6 von 10 ist hoch, zumal sie von einigen hundert Stimmen getragen wird. Für einen Film, der inzwischen 76 Jahre alt ist, spricht das für ein anhaltendes Interesse.
Innerhalb des fantastischen Kinos steht das Werk für eine poetische Spielart, die das Übernatürliche nicht als Spektakel, sondern als Spiegel innerer Zustände versteht. Die Verbindung aus Liebesgeschichte und Todesmotiv verleiht ihm eine eigene Stellung zwischen Drama und Fantasy.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Marais als Orphée
- François Périer als Heurtebise
- María Casares als Death
- Marie Déa als Eurydice
- Henri Crémieux als Editor
- Juliette Gréco als Aglaonice
- Roger Blin als The Poet
- Édouard Dermithe als Jacques Cégeste
- André Carnège als Judge
- René Worms als Judge
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Verfügbarkeit
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