Onkel Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Apichatpong Weerasethakul |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-06-25 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (438 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Thailand, in der Gegenwart. Onkel Boonmee, ein Imker von rund sechzig Jahren, leidet an Nierenversagen und bereitet sich auf den Tod vor. Die wenigen Tage, die ihm bleiben, will er auf einem Bauernhof in den Bergen verbringen. Bei ihm sind seine Schwägerin und ein Mann aus Laos, der ihn pflegt.
Eines Abends geschieht etwas, das die Grenze zwischen Lebenden und Toten aufhebt. Am Esstisch erscheinen die Geister seiner verstorbenen Frau und seines Sohnes. Der Sohn hat die Gestalt eines großen, dunklen Affen mit rot leuchtenden Augen angenommen. Die Erscheinungen werden nicht als Schrecken erzählt, sondern als Teil der Familie, die sich um den Sterbenden versammelt.
Schließlich bricht der alte Mann mit seinen Angehörigen in den tropischen Dschungel auf. Ziel ist eine geheimnisvolle Höhle, in der seine erste Existenz ihren Anfang nahm. Unterwegs nehmen seine früheren Leben Gestalt an und kehren in seine Erinnerung zurück.
Entstehungsgeschichte
Apichatpong Weerasethakul verantwortet die Regie dieses Films aus dem Jahr 2010. Der deutsche Titel folgt dem englischen „Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives“ nahezu wörtlich. Zur Besetzung zählen Thanapat Saisaymar, Jenjira Pongpas, Sakda Kaewbuadee und Natthakarn Aphaiwonk.
Freigegeben ist der Film ab 0 Jahren, trotz Themen wie Krankheit und Sterben.
Hinter den Kulissen
Drama und Fantasy verbinden sich hier auf ungewöhnliche Weise. Das Drama gilt einem Mann am Ende seines Lebens, die Fantasy öffnet diesen Abschied für Geister, Tiergestalten und Wiedergeburt. Das Übernatürliche ist dabei kein Effekt, sondern eine selbstverständliche Ebene der Wirklichkeit.
Die Anlage der Geschichte legt eine ruhige Erzählweise nahe. Eine Reise in eine Höhle, die mit dem Ursprung des eigenen Daseins verbunden ist, und Erinnerungen an frühere Leben lassen eher einen meditativen Fluss als eine spannungsgetriebene Dramaturgie erwarten.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung liegt bei 6,6 von 10, abgegeben von einigen hundert Zuschauern. Das deutet auf ein geteiltes, insgesamt aber wohlwollendes Echo hin, wie es bei einem Film mit so eigenwilliger Form zu erwarten ist.
Der Film ist inzwischen 16 Jahre alt. Innerhalb des Dramas, das sich mit Tod und Vergänglichkeit beschäftigt, steht er für einen Zugang, der Abschied nicht als Verlust, sondern als Übergang in eine andere Form des Daseins erzählt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Thanapat Saisaymar als Boonmee
- Jenjira Pongpas als Jen
- Sakda Kaewbuadee als Tong
- Natthakarn Aphaiwonk als Huay
- Geerasak Kulhong als Boonsong
- Wallapa Mongkolprasert als Princess
- Kanokporn Tongaram als Roong
- Samud Kugasang als Jaai
- Sumit Suebsee als Soldier
- Mathieu Ly als Farmer
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Verfügbarkeit
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