Nachtasyl (1957)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1957-10-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (145 Stimmen) |
Worum es geht
In einem heruntergekommenen Nachtasyl kommen Menschen unter, die das Leben an den Rand gedrängt hat: eine Hure, ein Gelehrter mit Vorstrafe, ein verarmter Samurai, ein Schauspieler mit Alkoholproblem, ein Dieb und ein Handwerker, dessen Frau todkrank ist. Alle eint die Sehnsucht nach einem anderen Leben, doch keiner von ihnen findet die Kraft, tatsächlich etwas zu verändern. Mitten in diese Gemeinschaft tritt ein buddhistischer Priester, der ebenfalls Unterschlupf sucht und den Bewohnern zu Selbstfindung und Besserung verhelfen will. Sein Wohlwollen übersieht jedoch, wie tief die Abhängigkeiten seiner Schützlinge reichen, sowohl körperlicher als auch seelischer Natur, was seine gut gemeinten Eingriffe letztlich in eine andere Richtung lenkt, als er beabsichtigt.
Entstehungsgeschichte
„Nachtasyl“ entstand 1957 unter der Regie von Akira Kurosawa und ist als Spielfilm mit Freigabe ab 12 Jahren eingestuft. In den zentralen Rollen sind Toshirō Mifune, Isuzu Yamada, Kyōko Kagawa und Ganjirō Nakamura II. zu sehen. Der Film ist dem Drama zugeordnet.
Hinter den Kulissen
Die Anlage der Geschichte als Kammerspiel an einem einzigen, verarmten Schauplatz konzentriert den Blick ganz auf die Figuren und ihre Wechselwirkungen untereinander. Die Zusammensetzung der Bewohner, vom gescheiterten Gelehrten bis zum kranken Handwerkerpaar, deckt ein breites Spektrum sozialen Abstiegs ab, ohne eine Figur zur alleinigen Hauptperson zu erheben. Dass ausgerechnet ein Priester als Hoffnungsträger auftritt und an der Komplexität menschlicher Abhängigkeit scheitert, gibt der Erzählung eine skeptische Grundhaltung gegenüber einfachen Erlösungsversprechen. Das reine Drama-Etikett ohne weitere Genrezusätze deutet darauf hin, dass der Film auf äußere Spannungsmomente verzichtet und stattdessen auf psychologische und soziale Beobachtung setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich „Nachtasyl“ im soliden oberen Mittelfeld, ohne dass sich daraus ein breites Publikumsurteil ableiten ließe. Der zeitliche Abstand zum Erscheinungsjahr 1957 beträgt inzwischen weit über sechs Jahrzehnte, was den Film als ein Werk aus der frühen Nachkriegszeit des japanischen Kinos verortet. Innerhalb des Dramas steht er für eine Erzählweise, die soziale Not ohne Beschönigung und ohne klare Auflösung zeigt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Toshirō Mifune als Sutekichi the Thief
- Isuzu Yamada als Osugi the Landlady
- Kyōko Kagawa als Okayo, Osugi's Sister
- Ganjirō Nakamura II als Rokubei, Osugi's Husband
- Minoru Chiaki als Former Samurai
- Kamatari Fujiwara als The Actor
- Akemi Negishi als Osen the Prostitute
- Nijiko Kiyokawa als Otaki the Candy-Seller
- Kōji Mitsui als Yoshisaburo the Gambler
- Eijirō Tōno als Tomekichi the Tinker
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Verfügbarkeit
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