Monsieur Klein (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Joseph Losey |
|---|---|
| Genre | Mystery, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-09-23 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (296 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paris, 1942. Robert Klein handelt mit Kunst und Antiquitäten und lebt gut von der Notlage anderer: Jüdische Bürger, denen unter der deutschen Besatzung die Existenzgrundlage entzogen wird, verkaufen ihm Hab und Gut zu Schleuderpreisen, und Klein greift ohne Skrupel zu. Diese kühle Geschäftstüchtigkeit kippt, als sein Name plötzlich auf der Abonnentenliste einer jüdischen Zeitung auftaucht. Aus dem Nutznießer des Systems wird über Nacht ein Verdächtiger, der ins Visier der Besatzungsbehörden gerät und sich einer Bürokratie gegenübersieht, die keine Erklärungen kennt, nur Verfahren.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1976 unter der Regie von Joseph Losey. In den Hauptrollen sind Alain Delon, Jeanne Moreau, Francine Bergé und Juliet Berto zu sehen. Freigegeben ist er ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Mystery, Drama und Thriller ist hier keine Genrespielerei, sondern Konsequenz des Stoffs: Was als nüchternes Sittenbild eines Profiteurs beginnt, verwandelt sich in eine Geschichte über Identitätsverlust und Verfolgung, in der die Grenzen zwischen Verwechslung, Verdacht und Schuld zunehmend verschwimmen. Dass ein einziger Eintrag in einer Abonnentenliste genügt, um eine ganze Existenz ins Wanken zu bringen, macht deutlich, wie sehr die Erzählung auf der Willkür eines Systems aufbaut, das Namen wichtiger nimmt als Wahrheit. Die Besetzung mit Alain Delon in der Titelrolle setzt auf eine Figur, deren äußere Kontrolle und Distanz zunächst zu ihrer Berufsethik passen, ehe sie im Lauf der Handlung erodiert.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen, dreistelligen Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden, aber nicht extrem stark ausgewerteten Bereich – ein Hinweis darauf, dass er eher ein Publikum mit gezieltem Interesse an Kriegsdramen und historisch grundierten Thrillern findet als ein Massenpublikum. Seit der Entstehung 1976 sind mittlerweile fast fünfzig Jahre vergangen, in denen sich der Blick auf die Besatzungszeit als Filmstoff immer wieder verändert hat. Innerhalb dieses Feldes zeichnet sich der Film durch die Verbindung von psychologischem Kammerspiel und bürokratischem Albtraum aus, die ihn von reinen Historiendramen unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alain Delon als Mr. Robert Klein
- Jeanne Moreau als Florence
- Francine Bergé als Nicole
- Juliet Berto als Jeanine, Robert's mistress
- Jean Bouise als Seller of the painting
- Suzanne Flon als Concierge of rue des Abbesses
- Massimo Girotti als Charles, Florence's husband
- Michael Lonsdale als Pierre
- Michel Aumont als Jew Affairs Section Official
- Roland Bertin als Newspaper Director
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Verfügbarkeit
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