Loro - Die Verführten (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paolo Sorrentino |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-09-13 |
| Budget | 21.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.681.525 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (361 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In Italien korrumpiert jeder jeden. Getrieben von grenzenloser Gier nach Reichtum, Macht, rauschhaftem Sex und ewiger Jugend suchen unzählige Menschen die Nähe ihres Cavaliere Silvio Berlusconi. Es entsteht ein Reigen aus unerfüllten Sehnsüchten und schillernder Dekadenz, aus moralischer Verkommenheit und lasziv zuckenden Körpern, der sich immer enger um den mächtigsten Mann des Landes und größten Medienmogul Europas schließt.
Nur er scheint ihre Ängste und Hoffnungen zu verstehen. In seinen grellbunten Fernsehshows verheißt er allen das Glück in einem Spaßparadies, das er selbst hemmungslos vorlebt. Angestachelt von den Jungen und Schönen, den Korrupten und den Dekadenten, die nach Erlösung gieren, beschließt Berlusconi, seinen Verkäuferinstinkt erneut von der Leine zu lassen und die Macht wieder an sich zu reißen.
Entstehungsgeschichte
Paolo Sorrentino hat das Drama inszeniert, das 2018 in die Öffentlichkeit kam. Toni Servillo, Elena Sofia Ricci, Riccardo Scamarcio und Kasia Smutniak bilden die zentrale Besetzung. Das Ensemble spiegelt eine Anlage wider, in der eine Machtfigur und ihr Umfeld gleichermaßen Gewicht erhalten.
Hinter den Kulissen
Formal ist der Film ein reines Drama, inhaltlich greift er jedoch weit. Im Mittelpunkt steht eine reale politische Persönlichkeit, deren Umfeld als Sog aus Begierden und Abhängigkeiten gezeichnet wird. Der Blick richtet sich weniger auf politische Vorgänge im engeren Sinn als auf das Milieu, das Macht anzieht und von ihr lebt.
Auffällig ist die Erzählperspektive. Die Hauptfigur wird zunächst aus der Sicht derer umkreist, die sich ihr nähern wollen, bevor sie selbst handelt. Schon der deutsche Titelzusatz „Die Verführten“ lenkt die Aufmerksamkeit auf diese Menge, die sich um den Mächtigen schart. Exzess und Glanz werden dabei nicht verklärt, sondern als Ausdruck moralischer Leere gezeigt.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 6,7 von 10 Punkten spricht für eine überwiegend wohlwollende, aber nicht einhellige Aufnahme. Einige hundert Stimmen bilden die Grundlage.
Acht Jahre sind seit dem Erscheinen vergangen. Im Feld politischer Dramen nimmt der Film eine eigene Stellung ein, weil er eine Figur der Zeitgeschichte über Rausch, Verführung und Selbstinszenierung erzählt statt über Chronik und Fakten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Toni Servillo als Silvio Berlusconi / Ennio Doris
- Elena Sofia Ricci als Veronica Lario
- Riccardo Scamarcio als Sergio Morra
- Kasia Smutniak als Kira
- Euridice Axén als Tamara
- Fabrizio Bentivoglio als Santino Recchia
- Roberto De Francesco als Fabrizio Sala
- Dario Cantarelli als Paolo Spagnolo
- Anna Bonaiuto als Cupa Caiafa
- Giovanni Esposito als Mariano Apicella
Weitere Filme von Paolo Sorrentino
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.