L'amico di famiglia (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paolo Sorrentino |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-10-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (313 Stimmen) |
Worum es geht
Geremia de'Geremei ist siebzig Jahre alt und verleiht Geld zu Wucherzinsen. Er ist abstoßend hässlich, ungepflegt, reich und dabei unerhört geizig. Sein Blick auf die Welt ist zynisch und spöttisch, sein Verhältnis zum Geld krankhaft und von Besessenheit geprägt.
Eigentlich macht ihn alles krank: die eigene Mutter, das Geld, die Frauen, kurz gesagt das Leben selbst. Deshalb hat er das Gefühl, vollkommen allein zu sein. Doch dieser Eindruck trügt. Alle sind mit ihm verbunden, alle sind in gewisser Weise bei ihm. Der Film legt nahe, dass Geremia keine Randfigur ist, sondern ein Spiegel, in dem sich mehr Menschen wiedererkennen, als ihnen lieb sein dürfte.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Paolo Sorrentino, der Film kam 2006 heraus. Zur Besetzung gehören Giacomo Rizzo, Fabrizio Bentivoglio, Laura Chiatti und Gigi Angelillo. Im Mittelpunkt steht ein Ensemble, das die Menschen rund um den alten Geldverleiher verkörpert.
Hinter den Kulissen
Der Film ist als Drama angelegt, doch sein Mittelpunkt ist eine Figur, die man eher aus Satiren oder Grotesken kennt. Geremia wird nicht beschönigt, sondern in all seiner Hässlichkeit und Gier gezeichnet. Daraus entsteht eine eigentümliche Spannung zwischen Abstoßung und Faszination, die das Publikum zwingt, eine Haltung zu dieser Figur zu finden.
Aufschlussreich ist die Verschiebung vom Einzelnen zum Allgemeinen. Die Geschichte beginnt beim Porträt eines Außenseiters, weitet sich aber zu der Behauptung, dass alle mit ihm sind. Der Wucherer wird damit zu einer Art Sinnbild für eine Gesellschaft, in der Geld Beziehungen bestimmt. Die Mutter, die Frauen und das Geld bilden die drei Achsen, an denen sich seine Einsamkeit und seine Verstrickung zeigen.
Einordnung & Wirkung
Eine Bewertung von 7,2 von 10 zeigt, dass der Film bei seinem Publikum gut ankommt. Die Grundlage bilden einige hundert Stimmen, also eine überschaubare, aber aussagekräftige Menge.
Zwei Jahrzehnte, also 20 Jahre, liegen zwischen dem Erscheinen und heute. Im Drama nimmt der Film eine Stellung ein, die sich von gefälligen Charakterstudien abhebt, weil er seine Hauptfigur weder erlöst noch einfach verurteilt. Wer bereit ist, sich auf eine unbequeme, bisweilen groteske Figur einzulassen, findet hier ein kompromissloses Porträt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Giacomo Rizzo als Geremia
- Fabrizio Bentivoglio als Gino
- Laura Chiatti als Rosalba
- Gigi Angelillo als Saverio, Rosalba's father
- Clara Bindi als Geremia's mother
- Barbara Valmorin als Bingo's Grandmother
- Antonella Salvucci als Presenter
- Marco Giallini als Attanasio
- Giorgio Colangeli als Massa
- Alina Nedelea als Belana
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Verfügbarkeit
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