Kopfjagd - Preis der Angst (1983)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Yves Boisset |
|---|---|
| Genre | Action, Drama, Science Fiction, Thriller |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1983-01-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (115 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer nicht näher bestimmten nahen Zukunft läuft im Fernsehen eine Sendung, die auf dem Prinzip der öffentlichen Menschenjagd beruht: Ein Kandidat erklärt sich bereit, von fünf Killern gehetzt zu werden. Übersteht er die Verfolgung, winkt ihm eine Million Dollar, andernfalls der Tod. Als der jüngste Teilnehmer der Show beginnt, den zynischen Ablauf zur Quotenmaximierung zu stören, reagieren die Verantwortlichen der Sendung nicht mit einem Ausschluss, sondern mit einer weit drastischeren Maßnahme: Sie erklären ihn kurzerhand für verrückt. Wie es mit ihm weitergeht, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1983 unter der Regie von Yves Boisset und trägt im Original den Titel „The Prize of Peril“. Zur Besetzung gehören Gérard Lanvin, Michel Piccoli, Marie-France Pisier und Bruno Cremer. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Action, Drama, Science-Fiction und Thriller verweist auf einen Stoff, der die Unterhaltungsindustrie selbst als Bedrohung inszeniert: Eine Fernsehshow wird zur tödlichen Institution, die Sensationslust mit Menschenleben bezahlt. Dass der Kandidat, der die Regeln der Sendung durchbricht, nicht bestraft, sondern für geisteskrank erklärt wird, zeigt, wie die Geschichte Macht und Deutungshoheit der Medienmacher in den Mittelpunkt rückt – wer das System stört, wird nicht widerlegt, sondern für unzurechnungsfähig erklärt. Die Anlage der Handlung als Zukunftsszenario erlaubt es, gesellschaftliche Mechanismen von Quotendruck und Zuschauerbegehren zugespitzt und ohne konkreten realen Bezug durchzuspielen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld seines Genres. Seit der Entstehung 1983 sind mittlerweile über vierzig Jahre vergangen, und die Kombination aus Mediensatire und Science-Fiction-Thriller reiht sich in eine Reihe von Werken ein, die sich mit den Auswüchsen von Unterhaltungsfernsehen auseinandersetzen. Die überschaubare, aber prominent besetzte Besetzung deutet auf eine Produktion hin, die auf Darsteller statt auf große Effekte setzte.
Bilder



Besetzung & Stab
- Gérard Lanvin als François Jacquemard
- Michel Piccoli als Frédéric Mallaire
- Marie-France Pisier als Laurence Ballard
- Bruno Cremer als Antoine Chirex
- Andréa Ferréol als Elisabeth Worms
- Jean Rougerie als Président commission
- Jean-Claude Dreyfus als Bertrand
- Jean-Pierre Bagot als Alexandre
- Henri-Jacques Huet als Victor Segal
- Dragan Stueljanin als Roederer
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