Marie-France Pisier
Werdegang
Marie-France Pisier, geboren am 10. Mai 1944, war eine französische Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Entdeckt wurde sie 1962 von François Truffaut, der sie für den Kurzfilm Antoine und Colette casten ließ, der in den Episodenfilm Liebe mit zwanzig einging. Sie kehrte später mehrfach zu dieser Figur zurück, in Geraubte Küsse und in Liebe auf der Flucht, an dessen Drehbuch sie zusammen mit Jean Aurel und Suzanne Schiffman mitschrieb. Nach der Zusammenarbeit mit Truffaut spielte sie zunächst in eher unbedeutenden Genrefilmen, studierte an der Universität Paris-Nanterre und sympathisierte während der Mai-Unruhen 1968 mit Daniel Cohn-Bendits Bewegung. Ihren Durchbruch in Frankreich hatte sie 1975 mit Cousin, Cousine, wofür sie einen César als beste Nebendarstellerin erhielt, ein zweites Mal ausgezeichnet wurde sie für Barocco. Später folgten Rollen in englischsprachigen sowie deutschen Produktionen, etwa im Zauberberg. Ab den 1990er Jahren arbeitete sie verstärkt fürs Fernsehen und wirkte auch als Drehbuchautorin und Regisseurin, unter anderem bei Le Bal du gouverneur und Comme un avion.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind sechs Titel mit Marie-France Pisier als Schauspielerin verzeichnet, ausschließlich Kinofilme, keine Serien. Die Spanne reicht von Antoine und Colette (1962) bis Kopfjagd - Preis der Angst (1983), also 21 Jahre Schaffenszeit, beginnend 18 Jahre nach ihrer Geburt. Vertreten sind unter anderem Liebe auf der Flucht, Céline und Julie fahren Boot, Das As der Asse und Der Körper meines Feindes. Die Genres reichen von Liebesfilm und Drama über Komödie bis zu Thriller, Krimi, Mystery, Abenteuer, Fantasy, Action und Science Fiction – ein breites Spektrum ohne klaren Schwerpunkt.
Einordnung
Die sechs Titel liegen bewertungsmäßig zwischen 6,4 und 7,2, im Schnitt bei 6,8, was für ein durchweg solides, aber nicht herausragendes Bild innerhalb unseres Katalogs spricht. Der älteste Titel liegt inzwischen über sechs Jahrzehnte zurück, der jüngste rund 39 Jahre nach ihrer Geburt entstanden, was den Katalog auf einen frühen und mittleren Abschnitt ihrer Laufbahn begrenzt.