Kein Koks für Sherlock Holmes (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Herbert Ross |
|---|---|
| Genre | Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-10-24 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,2 (115 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sherlock Holmes hat sich in eine Kokainsucht geflüchtet, aus der heraus er einen übermächtigen Gegenspieler namens Professor Moriarty imaginiert. In Wirklichkeit war dieser Mann einst Hauslehrer der Familie Holmes und als Geliebter von Holmes' Mutter in deren gewaltsamen Tod verstrickt. Dr. Watson und Mycroft Holmes schmieden einen Plan, um den Detektiv nach Wien zu locken, vermeintlich auf der Spur des flüchtigen Moriarty. Dort wartet in Wahrheit Sigmund Freud, der Holmes von seiner Abhängigkeit befreien und einer Psychoanalyse unterziehen soll. Während der Behandlung übernehmen Holmes, Watson und Freud gemeinsam einen weiteren Fall um eine Patientin Freuds, wobei Holmes dem Arzt forensische Beobachtungsgabe vermittelt. Am Ende steht die Frage, wie Watson all dies literarisch verarbeiten soll – und Holmes selbst liefert dafür einen Vorschlag, der die Öffentlichkeit für eine Weile täuschen soll.
Entstehungsgeschichte
"Kein Koks für Sherlock Holmes" entstand 1976 unter der Regie von Herbert Ross. In den Hauptrollen sind Alan Arkin, Vanessa Redgrave, Robert Duvall und Nicol Williamson zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Mystery und Thriller trifft hier auf einen ungewöhnlichen Kunstgriff: Statt Moriarty als realen Widersacher zu zeigen, wird er zur Projektion eines drogenabhängigen Geistes, dessen wahre Ursache in einer familiären Tragödie liegt. Die Einbindung Sigmund Freuds als Figur verschiebt den Fokus von der klassischen Kriminalfall-Struktur hin zu einer Erzählung über Sucht, Verdrängung und Selbsterkenntnis. Dass Holmes zugleich einen weiteren Fall löst und dabei seine Methoden an Freud weitergibt, verschränkt die psychoanalytische Ebene mit der detektivischen. Der Schluss, in dem Watson überlegt, wie er die Ereignisse literarisch umdeuten soll, macht die Erzählung selbst zum Thema und deutet auf einen selbstreflexiven Umgang mit dem Holmes-Stoff hin.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber kein herausragend bewertetes Werk innerhalb seines Genres beschreiben. Seit der Entstehung 1976 sind mittlerweile fast fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film als Beispiel eines Mystery-Thrillers erscheinen lässt, der sich bewusst von reiner Detektivgeschichte entfernt und stattdessen psychologische Deutungsebenen in den Vordergrund rückt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Alan Arkin als Dr. Sigmund Freud
- Vanessa Redgrave als Lola Deveraux
- Robert Duvall als Dr. John H. Watson
- Nicol Williamson als Sherlock Holmes
- Laurence Olivier als Professor James Moriarty
- Joel Grey als Lowenstein
- Samantha Eggar als Mary Morstan Watson
- Jeremy Kemp als Baron Karl von Leinsdorf
- Charles Gray als Mycroft Holmes
- Régine als Madame
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Verfügbarkeit
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