Jakob der Lügner (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Kassovitz |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Historie |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-09-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 45.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 4.956.701 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (416 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Während des Zweiten Weltkriegs besteht das Leben der Juden in einem Ghetto in Warschau aus Hunger, Misshandlung und völliger Abschottung. Nachrichten von außen dringen nicht herein. Da hört Jakob Heym, ein armer jüdischer Cafébesitzer, durch Zufall eine verbotene Radiomeldung über Erfolge der sowjetischen Armee gegen die Deutschen.
Um der tiefen Verzweiflung und den zahlreichen Selbsttötungen im Ghetto etwas entgegenzusetzen, beginnt Jakob, Geschichten über erfundene Siege der Alliierten zu verbreiten. Langsam, aber spürbar kehren Zuversicht und der Glaube an eine Zukunft zurück. Doch auch die Deutschen hören von den Gerüchten über ein geheimes Radio und machen sich auf die Suche nach dem, der es wagt, ihre Macht zu untergraben.
Entstehungsgeschichte
Peter Kassovitz inszenierte den Film, der 1999 erschien dessen englischer Titel Jakob the Liar lautet. Robin Williams spielt Jakob Heym, zur Besetzung gehören außerdem Liev Schreiber, Hannah Taylor-Gordon und Alan Arkin. Ab 12 Jahren darf der Film gesehen werden.
Hinter den Kulissen
Komödie, Drama und Historie verbinden sich hier zu einer heiklen Mischung. Der Film erzählt von Hunger, Gewalt und Verzweiflung in einem Ghetto unter nationalsozialistischer Herrschaft und setzt dennoch auf komische Momente. Das ist kein Widerspruch, sondern Teil der Anlage: Die Lüge, mit der Jakob Hoffnung stiftet, ist selbst ein Akt der Fantasie, der aus dem Grauen heraus entsteht.
Im Zentrum steht ein moralisches Dilemma. Jakobs Erfindungen geben den Menschen Kraft zum Weiterleben, zugleich bringen sie ihn und andere in Lebensgefahr. Je länger er seine Geschichten fortsetzt, desto größer wird der Druck, sie aufrechtzuerhalten. Die Komödie dient hier nicht der Verharmlosung, sondern zeigt, wie Menschen in einer ausweglosen Lage an Hoffnung festhalten.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 6,7 von 10 spricht für eine insgesamt positive Aufnahme. Das Urteil beruht auf wenigen hundert Stimmen, also auf einer schmalen Basis.
Seit dem Erscheinen sind 27 Jahre vergangen. Im historischen Drama gehört der Film zu den Werken, die sich einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte mit einer Mischung aus Ernst und leisem Humor nähern. Diese Gratwanderung verlangt einen respektvollen Umgang mit dem Stoff, und genau daran wird sich jede Bewertung des Films messen lassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robin Williams als Jakob Heym
- Liev Schreiber als Mischa
- Hannah Taylor-Gordon als Lina Kronstein
- Alan Arkin als Max Frankfurter
- Michael Jeter als Avron
- Bob Balaban als Kowalsky
- Armin Mueller-Stahl als Prof. Dr. Kirschbaum
- Éva Igó als Lina's Mother
- István Bálint als Lina's Father
- Mark Margolis als Fajngold
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Verfügbarkeit
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