Intoleranz (1916)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | D.W. Griffith |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 163 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1916-09-05 |
| Budget | 385.907 $ |
| Einspielergebnis | 1.750.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (390 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vier Episoden aus verschiedenen Epochen verflechten sich in diesem Film, um die verhängnisvollen Folgen der Intoleranz vor Augen zu führen. Die erste spielt beim Fall Babylons: Belshazzar und die Babylonier feiern ihren Triumph, doch der Verrat der Priester des Baal ermöglicht es Kyros, die ungeschützte Stadt einzunehmen, trotz des zähen Widerstands einiger Tapferer und des Mädchens aus den Bergen.
Die zweite Episode widmet sich der Passion Christi in drei Momenten: der Hochzeit zu Kana, dem Streit der Pharisäer mit Jesus und Maria Magdalena. Die dritte führt in das Paris des sechzehnten Jahrhunderts zur Bartholomäusnacht. Dort verlobt sich Brown Eyes mit Prosper Latour, während ein Erlass der katholischen Katharina von Medici das Massaker an der protestantischen Bevölkerung anordnet. Die vierte Episode, „The Mother and the Law“, erzählt von einem Industriellen, der die Löhne seiner Arbeiter kürzt, um eine Gruppe von Frauenrechtlerinnen zu finanzieren, und den folgenden Streik hart niederschlagen lässt. Einer der verarmten Arbeiter gerät in Kontakt mit der Unterwelt.
Entstehungsgeschichte
D.W. Griffith führte Regie bei diesem Film, der 1916 erschien. Der englische Titel lautet „Intolerance: Love's Struggle Throughout the Ages“ und fasst den Anspruch zusammen, einen Kampf der Liebe durch die Zeitalter zu zeigen. Zur Besetzung gehören Lillian Gish, Mae Marsh, Robert Harron und F.A. Turner.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie bestimmen den Charakter des Werks. Die historische Ebene reicht von der Antike über das Leben Jesu und die Verfolgung der Protestanten bis in eine Welt der Fabriken und Streiks. Das Drama entsteht aus den einzelnen Schicksalen, die diesen großen Umbrüchen ausgesetzt sind.
Bemerkenswert ist die Erzählform. Statt einer durchgehenden Handlung stellt der Film vier Geschichten nebeneinander und verbindet sie über ein gemeinsames Thema. Die Episoden kommentieren einander, sodass ein Muster sichtbar wird: Ob religiöser Verrat, Glaubenshass oder soziale Härte, stets führt die Unduldsamkeit gegenüber anderen zu Leid und Zerstörung.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,1 von 10 spricht für eine hohe Wertschätzung, getragen von einigen hundert Stimmen. Zwischen dem Erscheinen und heute liegen 110 Jahre, was den Film zu einem Werk aus der Frühzeit des Kinos macht.
Im Genre des Historiendramas nimmt er durch seine Verschränkung mehrerer Zeitebenen eine besondere Stellung ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lillian Gish als The Woman Who Rocks the Cradle
- Mae Marsh als The Dear One (Modern Story)
- Robert Harron als The Boy (Modern Story)
- F.A. Turner als The Girl's Father (Modern Story)
- Sam De Grasse als Arthur Jenkins (Modern Story)
- Vera Lewis als Mary T. Jenkins (Modern Story)
- Lillian Langdon als Mary, the Mother (Judean Story)
- Olga Grey als Mary Magdalene (Judean Story)
- Erich von Ritzau als First Pharisee (Judean Story)
- Bessie Love als The Bride of Cana (Judean Story)
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