Zwei Waisen im Sturm (1921)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | D.W. Griffith |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 150 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1921-12-28 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (106 Stimmen) |
Worum es geht
Kurz vor der Französischen Revolution wachsen Henriette und Louise als Schwestern auf, obwohl sie es dem Blut nach nicht sind. Die Pest, die beide Eltern das Leben kostet, lässt Louise zudem erblinden. Auf der Suche nach einem Mittel gegen ihr Leiden brechen die beiden jungen Frauen nach Paris auf. Dort kreuzt ein Aristokrat mit unlauteren Absichten ihren Weg und reißt die Schwestern auseinander. Wie es den beiden in der aufgewühlten Stadt weiter ergeht, hält die Geschichte offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1921 und wurde von D.W. Griffith inszeniert. In den Hauptrollen der Schwestern sind Lillian Gish und Dorothy Gish zu sehen, an ihrer Seite stehen Joseph Schildkraut und Creighton Hale. Es handelt sich um ein Werk aus der Frühzeit des Kinos, entstanden mehr als hundert Jahre vor heute.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Historie und Liebesfilm verweist auf eine Erzählung, die persönliches Schicksal und großes politisches Geschehen ineinander verschränkt: Zwei Frauen, deren Bindung nicht auf Verwandtschaft, sondern auf gemeinsam geteiltem Leben beruht, geraten durch eine Krankheit und durch die Gewalt eines Einzelnen in eine Lage, aus der sie sich vor dem Hintergrund einer historischen Umbruchszeit befreien müssen. Die Erblindung der einen Schwester und die Trennung der beiden legen eine Geschichte an, die auf Abhängigkeit, Verlust und die Suche nacheinander setzt, statt auf einen einzelnen Konflikt. Dass die Handlung ausgerechnet am Vorabend der Revolution einsetzt, deutet an, dass private Not und gesellschaftlicher Umsturz einander bedingen und spiegeln.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen, dreistelligen Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein begrenztes, aber vorhandenes Interesse hindeutet – nachvollziehbar bei einem Titel, der über hundert Jahre alt ist und damit außerhalb des Blicks eines breiten heutigen Publikums liegt. Innerhalb des historischen Dramas mit romantischer Note steht er als frühes Beispiel für die Verbindung von individuellem Frauenschicksal und großem geschichtlichem Rahmen, wie es das Kino jener Zeit häufig suchte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lillian Gish als Henriette Girard
- Dorothy Gish als Louise Girard
- Joseph Schildkraut als Chevalier de Vaudrey
- Creighton Hale als Picard
- Monte Blue als Danton
- Sidney Herbert als Robespierre
- Lucille La Verne als Mother Frochard
- Sheldon Lewis als Jacques Frochard
- Frank Puglia als Pierre
- Morgan Wallace als Marquis de Praille
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Verfügbarkeit
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