Im Fadenkreuz - Allein gegen alle (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | John Moore |
|---|---|
| Genre | Action, Drama, Thriller, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-11-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 40.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 91.753.202 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (1.716 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Marineflieger Chris Burnett und Jeremy Stackhouse sind auf dem Flugzeugträger Carl Vinson vor Kroatien stationiert und überwachen ein Flugverbot über Bosnien und Herzegowina.
Bei einem Aufklärungsflug an Weihnachten fotografieren sie, wie serbische Milizen einen Völkermord an Muslimen begehen. Ihre F-18 wird abgeschossen. Stackhouse wird getötet, Burnett überlebt — mit einem Datenträger, auf dem die Aufnahmen sind. Admiral Reigart will ihn herausholen, wird aber vom französischen Admiral Piquet blockiert, um den Friedensprozess nicht zu gefährden.
Entstehungsgeschichte
Regie führte John Moore. Das Drehbuch schrieben David Veloz und Zak Penn.
Owen Wilson spielt Lt. Chris Burnett, Gene Hackman den Admiral Leslie Reigart, Gabriel Macht den Lt. Jeremy Stackhouse, Wladimir Maschkow den Sasha, Joaquim de Almeida den Admiral Piquet und Olek Krupa den Miroslav Lokar.
Produziert wurde der Film von John Davis. Die Kamera führte Brendan Galvin, den Schnitt besorgte Paul Martin Smith, die Musik stammt von Don Davis. Der Film dauert 101 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.
Angeregt wurde er vom tatsächlichen Abschuss des Piloten Scott O'Grady am 2. Juni 1995 während des Bosnienkriegs — mit erheblichen Freiheiten. O'Grady widersprach seiner Darstellung und versuchte, 20th Century Fox auf Schadensersatz zu verklagen. Das US-Verteidigungsministerium unterstützte die Produktion und nahm dabei direkten Einfluss auf das Drehbuch; Bedingung war eine positive Darstellung der Marine.
Hinter den Kulissen
Die Einflussnahme des Verteidigungsministeriums ist der wichtigste Produktionsbefund. Ein Film über einen realen Krieg entstand mit Unterstützung einer Kriegspartei, die im Gegenzug Einfluss auf das Drehbuch nahm.
Die Klage des realen Vorbilds kommt hinzu. Scott O'Grady, dessen Abschuss den Anstoß gab, wollte gegen seine Darstellung gerichtlich vorgehen.
Beides zusammen beschreibt die Lage eines Films, der sich auf reale Ereignisse beruft und zugleich mehrere Interessen bedienen musste. Der Völkermord an bosnischen Muslimen ist dabei nicht Beiwerk, sondern der Grund, warum die Hauptfigur verfolgt wird — die Aufnahmen sind der Gegenstand.
Einordnung & Wirkung
Roger Ebert kritisierte das Handeln der Hauptfigur und die Unfähigkeit der Gegenseite. Johannes Pietsch urteilte, statt einer naturalistischen Kriegsdarstellung sei alles dumme Propaganda gegen Serben. Der Filmdienst nannte ihn einen actionorientierten Kriegsfilm, wirkungsvoll gemacht, aber ohne differenzierte gedankliche Tiefe.
Bei den Taurus Awards 2002 gewann der Film für den besten Flugstunt. Nominierungen gab es bei den ALMA Awards für das Drehbuch und beim Political Film Society Award in der Kategorie Enthüllung. Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „wertvoll".
Der Vorwurf der Propaganda wiegt bei diesem Film besonders schwer, weil er einen realen Krieg mit realen Opfern behandelt und mit staatlicher Unterstützung entstand. Dass ausgerechnet eine Nominierung in der Kategorie Enthüllung danebensteht, zeigt, wie unterschiedlich sein Verhältnis zur Wirklichkeit bewertet wurde.
Drei Fortsetzungen folgten: 2006, 2009 und 2014, sämtlich außerhalb der Kinoauswertung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Owen Wilson als Lt. Chris 'Longhorn' Burnett
- Gene Hackman als Admiral Leslie Reigart, Commander Adriatic Battle Group
- Gabriel Macht als Lt. Jeremy 'Smoke' Stackhouse
- Olek Krupa als General Miroslav Lokar
- Vladimir Mashkov als Tracker (Sasha)
- Marko Igonda als Bazda
- David Keith als Master Chief Tom O'Malley
- Charles Malik Whitfield als Capt. Glen Rodway, USMC
- Eyal Podell als Petty Officer Kennedy
- Joaquim de Almeida als Admiral Juan-Miguel Piquet, Commander of NATO Naval Command
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