Herz aus Glas (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Werner Herzog |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-11-12 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (135 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem vorindustriellen bayerischen Dorf lebt die Glashütte von einem einzigen Geheimnis: dem Rezept für das Rubinglas, ein Kristall von blutrotem Leuchten. Als der Glasmacher, der dieses Wissen allein besaß, stirbt, gerät die Gemeinschaft aus den Fugen. Der junge Herr der Hütte versucht verzweifelt, die verlorene Formel wiederzufinden, und schreckt dabei selbst vor einem Opfer an einer jungen Frau nicht zurück. Parallel dazu tritt ein Hirte auf, der mit beklemmender Genauigkeit die Zukunft voraussagt. Seine Gabe macht ihn den Dorfbewohnern unheimlich, sie vertreiben ihn. Er zieht sich auf einen Berg zurück und beobachtet von dort aus, wie die Zeit über dem Ort weiterfließt, dem er nicht mehr angehört.
Entstehungsgeschichte
"Herz aus Glas" entstand 1976 unter der Regie von Werner Herzog. Es handelt sich um einen Spielfilm aus dem Bereich Drama, freigegeben ab 16 Jahren. In den Hauptrollen sind Josef Bierbichler, Stefan Güttler, Clemens Scheitz und Sonja Skiba zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft den Untergang eines Handwerksgeheimnisses mit hellseherischen Visionen und verlässt damit den Boden eines gewöhnlichen historischen Dramas. Dass ein Rezept, an dem eine ganze Dorfökonomie hängt, mit dem Tod eines Einzelnen verschwindet, macht aus einer wirtschaftlichen Krise zugleich eine über das Dorf hinausreichende Erzählung von Wahn und Verlust. Der junge Hüttenbesitzer, der ein Opfer bringt, um verlorenes Wissen zu erzwingen, und der Hirte, dessen Weitsicht ihn zum Ausgestoßenen macht, stehen sich als zwei Formen des Scheiterns an der Zeit gegenüber: der eine will Vergangenes zurückholen, der andere sieht Kommendes, ohne etwas ändern zu können. Die Besetzung mit wenigen, dafür markanten Figuren lenkt den Blick auf diese Konstellation, statt ein breites Dorfpanorama auszubreiten.
Einordnung & Wirkung
Bei einer Bewertung von 6,5 aus einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen zeigt sich ein Titel, der kein breites Massenpublikum erreicht hat, aber doch eine gewisse Zahl an Bewertenden gefunden hat. Seit der Entstehung 1976 sind knapp fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film klar als historisches Werk innerhalb des Dramengenres ausweist. Innerhalb dieses Genres setzt er sich durch seine Verbindung von Handwerksuntergang und Prophetie von reinen Gesellschaftsdramen ab und markiert damit einen eigenwilligen Punkt im Werk der Regie.
Bilder








Besetzung & Stab
- Josef Bierbichler als Hias
- Stefan Güttler als Hüttenbesitzer
- Clemens Scheitz als Adalbert, the servant
- Sonja Skiba als Ludmilla
- Volker Prechtel als Wudy
- Brunhilde Klöckner als Paulin
- Wolf Albrecht als Sam
- Thomas Binkley als Lute player
- Janos Fischer als Ägide
- Wilhelm Friedrich
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Verfügbarkeit
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