Germinal (1993)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Berri |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 158 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1993-09-29 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (349 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Handlung spielt während des Zweiten Kaiserreichs im nordfranzösischen Kohlerevier. Der arbeitslose Etienne Lantier findet dort endlich wieder Arbeit, und zwar als Bergmann. Doch die Arbeit unter Tage und das Leben im Bergarbeiterdorf erweisen sich für den jungen Mann als Hölle.
Tag für Tag wird er Zeuge vom Elend der Kumpel und ihrer Familien. Sie schuften für einen kümmerlichen Lohn, verfallen dem Alkohol und verlieren jeden moralischen Halt. Lantier sieht in ihnen die Sklaven des Industriezeitalters und will sich mit diesem Zustand nicht abfinden.
Er beschäftigt sich mit sozialistischen Lehren und gewinnt mit seinen Reden zahlreiche Anhänger, darunter den Arbeiter Maheu, in dessen Tochter er sich verliebt. Nicht alle stehen hinter dem Streik, für den Lantier wirbt. Als die Grubenbesitzer jedoch versteckte Lohnkürzungen durchsetzen wollen, lässt sich der Ausstand nicht mehr verhindern, und eine erbitterte Machtprobe zwischen Kapital und Arbeiterschaft beginnt.
Entstehungsgeschichte
Claude Berri drehte das Drama 1993. Die Besetzung führen Miou-Miou und Renaud an, außerdem wirken Jean Carmet und Judith Henry mit. Der Film ist als Ensemblestück angelegt, was zu einer Geschichte passt, in der nicht nur ein Held, sondern eine ganze Arbeitergemeinschaft im Mittelpunkt steht.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm treffen hier aufeinander, wobei die Gewichte klar verteilt sind. Die Liebe Lantiers zu Maheus Tochter ist eingebettet in einen sozialen Konflikt, der die gesamte Handlung bestimmt. Das Private spiegelt das Politische: Zuneigung und Loyalität geraten unter denselben Druck wie die Solidarität im Dorf.
Die Anlage der Geschichte ist die eines Gesellschaftsdramas im großen Maßstab. Arbeitsbedingungen, Armut und Alkohol zeichnen ein Milieu, in dem der Streik als letzte Möglichkeit erscheint. Dass nicht alle Bergleute mitziehen, verhindert eine einfache Schwarz-Weiß-Zeichnung und lässt Raum für Zweifel innerhalb der eigenen Reihen.
Einordnung & Wirkung
Das Publikum vergibt im Durchschnitt 6,7 von 10 Punkten. Der Wert stützt sich auf einige hundert Stimmen und signalisiert eine insgesamt wohlwollende Aufnahme.
33 Jahre nach seinem Erscheinen gehört der Film zu den Werken, die historische Sozialkonflikte in den Mittelpunkt stellen. Innerhalb des Dramas steht er für jene Stoffe, die das Schicksal Einzelner untrennbar mit dem einer ganzen Klasse verbinden.
Bilder






Besetzung & Stab
- Miou-Miou als 'La Maheude'
- Renaud als Étienne Lantier
- Jean Carmet als Vincent Maheu, aka Bonnemort
- Judith Henry als Catherine Maheu
- Jean-Roger Milo als Antoine Chaval
- Gérard Depardieu als Toussaint Maheu
- Laurent Terzieff als Souvarine
- Bernard Fresson als Victor Deneulin
- Jean-Pierre Bisson als Rasseneur
- Jacques Dacqmine als Philippe Hennebeau
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