Geheimprotokoll (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ken Loach |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-11-21 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 1.232.210 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (114 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nordirland, mitten im Bürgerkrieg: Ein amerikanischer Anwalt wird ermordet. Seine Freundin will nicht hinnehmen, dass der Fall einfach zu den Akten gelegt wird, und findet in einem toughen Polizisten einen Verbündeten. Gemeinsam suchen sie nach dem Mörder, doch je tiefer sie graben, desto klarer wird, dass es hier nicht um einen gewöhnlichen Kriminalfall geht. Ein Tonband, das der Tote bei sich trug, scheint der Schlüssel zu sein. Was darauf zu hören ist, deutet auf Verstrickungen bis in die höchsten Ebenen der britischen Regierung. Damit wird aus einer Mordermittlung ein Spiel mit Informationen, bei dem jeder Schritt lebensgefährlich werden kann und die Wahrheit selbst zur Waffe wird.
Entstehungsgeschichte
"Geheimprotokoll" (Originaltitel "Hidden Agenda") entstand 1990 unter der Regie von Ken Loach. In den Hauptrollen sind Frances McDormand, Brian Cox, Brad Dourif und Mai Zetterling zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Thriller ist hier keine reine Genreformel, sondern Ausdruck der Erzählanlage: Die persönliche Trauer der Freundin und die Ermittlungsarbeit des Polizisten bilden die dramatische Ebene, während die Suche nach dem Tonband und die Gefahr, die von seinem Inhalt ausgeht, die Spannung eines politischen Thrillers erzeugen. Dass die Handlung explizit in den nordirischen Bürgerkrieg eingebettet ist und auf mutmaßliche Verfehlungen der britischen Regierung zielt, verschiebt den Fokus weg von einem klassischen Whodunit hin zu einer Geschichte über Macht, Vertuschung und die Frage, wie viel Wahrheit ein Einzelner überhaupt noch sicher ans Licht bringen kann. Die Besetzung mit McDormand und Cox in den zentralen Rollen deutet auf ein Figurenpaar, das die Ermittlung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven trägt.
Einordnung & Wirkung
Mit einem Durchschnittswert von 6,9 bei einer vergleichsweise schmalen Bewertungsbasis von etwas über hundert Stimmen bewegt sich "Geheimprotokoll" im soliden, aber nicht überragend breit diskutierten Bereich. Der zeitliche Abstand zum Erscheinungsjahr 1990 beträgt inzwischen 35 Jahre, was den Film als Werk seiner Entstehungszeit erkennbar macht, in der der nordirische Konflikt noch politische Gegenwart war. Innerhalb des Politthrillers mit Kriminalhandlung positioniert er sich als Beispiel dafür, wie sich persönliches Leid und institutionelle Machtfragen in einer Erzählung verknüpfen lassen.
Bilder







Besetzung & Stab
- Frances McDormand als Ingrid Jessner
- Brian Cox als Peter Kerrigan
- Brad Dourif als Paul Sullivan
- Mai Zetterling als Moa
- Bernard Archard als Sir Robert Neil
- Michelle Fairley als Teresa Doyle
- Maurice Roëves als Harris
- Jim Norton als Brodie
- John Benfield als Maxwell
- Bernard Bloch als Henri
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Verfügbarkeit
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