Flug 93 (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paul Greengrass |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Thriller |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-04-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 76.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (1.692 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film erzählt die Ereignisse an Bord des United-Airlines-Flugs 93 am 11. September 2001.
Attentäter von al-Qaida bringen das Flugzeug in ihre Gewalt. Als die Passagiere erfahren, was an diesem Morgen bereits geschehen ist, versuchen sie, die Entführer zu überwältigen. Die Maschine stürzt bei Shanksville in Pennsylvania ab. Niemand überlebt.
Entstehungsgeschichte
Paul Greengrass führte Regie und schrieb das Drehbuch. Produziert wurde der Film von Tim Bevan, Eric Fellner, Lloyd Levin und Greengrass selbst.
David Alan Basche spielt Todd Beamer, Christian Clemenson den Thomas E. Burnett Jr., Peter Hermann den Jeremy Glick und Khalid Abdalla den Entführer Ziad Jarrah. Ben Sliney spielt sich selbst — er war an jenem Tag als National Operations Manager der Luftfahrtbehörde FAA im Dienst, es war sein erster Arbeitstag in dieser Funktion.
Die Kamera führte Barry Ackroyd, den Schnitt besorgten Clare Douglas, Richard Pearson und Christopher Rouse, die Musik stammt von John Powell.
Der Film dauert 110 Minuten, das Budget betrug 15 Millionen Dollar. Die Weltpremiere lief am 25. April 2006 beim Tribeca Film Festival, der deutsche Kinostart folgte am 1. Juni 2006.
Hinter den Kulissen
Greengrass verzichtete auf bekannte Schauspieler. Stattdessen besetzte er Zeitzeugen und Fachleute — Piloten, Fluglotsen, FAA-Personal. Dialoge und Handlungen waren weitgehend improvisiert, um Nähe zum tatsächlichen Ablauf herzustellen.
Dass Ben Sliney sich selbst spielt, ist der weitestgehende Fall dieser Entscheidung. Ein Mann stellt die Rolle nach, die er an jenem Tag tatsächlich innehatte.
Der Film verzichtet zugleich auf Einordnung. Roger Ebert hielt fest, dass er bewusst keine Zusammenhänge aufzeigt — es gibt keinen Kommentar, keine Vorgeschichte, keine Erklärung dessen, was geschah.
Bei einem Stoff mit realen Opfern ist das eine Haltung mit Folgen: Der Film beansprucht keine Deutung, sondern eine Rekonstruktion.
Einordnung & Wirkung
Die USA Today nannte ihn den aufwühlendsten und fesselndsten Film des Jahres. Blickpunkt:Film lobte die nüchterne, nicht auf Sensation zielende Umsetzung. Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „besonders wertvoll".
2007 gab es Oscar-Nominierungen für die beste Regie und den besten Schnitt sowie den NSFC Award für Paul Greengrass.
Umstritten blieb die Darstellung des deutschen Passagiers Christian Adams. Sie zeigt ihn als zögerlich, was den Vorwurf nach sich zog, er werde als Feigling dargestellt. Der Darsteller Erich Redman verteidigte die Zeichnung als der Persönlichkeit von Adams entsprechend. Dessen Witwe verweigerte die Zusammenarbeit mit der Produktion; Kritiker warnten vor kulturellen Stereotypen.
Dieser Streit macht sichtbar, worin die Schwierigkeit solcher Filme liegt. Wo reale Menschen dargestellt werden, die sich nicht mehr äußern können, entscheidet die Produktion über ihr Bild — und die Angehörigen tragen die Folgen.
Bilder








Besetzung & Stab
- J.J. Johnson als Captain Jason M. Dahl
- Gary Commock als First Officer LeRoy Homer
- Polly Adams als Deborah Welsh
- Opal Alladin als CeeCee Lyles
- Starla Benford als Wanda Anita Green
- Trish Gates als Sandra Bradshaw
- Nancy McDoniel als Lorraine G. Bay
- David Alan Basche als Todd Beamer
- Richard Bekins als William Joseph Cashman
- Susan Blommaert als Jane Folger
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Verfügbarkeit
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