Bloody Sunday (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paul Greengrass |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-01-25 |
| Einspielergebnis | 773.228 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (372 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Derry, 30. Januar 1972. Das „Civil Rights Movement“ hat für diesen Tag eine friedliche Demonstration angekündigt. An der Spitze der Bewegung steht der Lokalpolitiker Ivan Cooper.
Doch was als friedlicher Marsch geplant war, endet in einer Katastrophe. Dreizehn unbewaffnete Demonstranten sterben an diesem Tag in den Straßen von Derry. Für die britischen Truppen wird der Einsatz zum Fiasko, und im Anschluss auch für die britische Regierung. Der Film zeichnet nach, wie aus einer angekündigten Kundgebung ein Tag wurde, dessen Folgen noch Jahrzehnte später nachwirken. Die Frage nach einer lückenlosen Aufklärung zieht sich wie ein Schatten durch die Geschichte.
Entstehungsgeschichte
Paul Greengrass drehte das Drama, das 2002 erschien und damit 30 Jahre nach den Ereignissen, die es schildert. James Nesbitt steht im Zentrum der Besetzung, dazu kommen Allan Gildea, Gerard Crossan und Mary Moulds. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt einen realen Tag mit realen Opfern.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie verbinden sich hier zu einer Rekonstruktion. Das historische Element verlangt Genauigkeit gegenüber einem dokumentierten Geschehen, das dramatische Element rückt die Menschen in den Vordergrund, die diesen Tag erlebten. Ein Film nach wahrer Begebenheit, der von Toten erzählt, trägt eine besondere Verantwortung gegenüber den Betroffenen und ihren Angehörigen.
Die Anlage ist bemerkenswert konzentriert. Im Mittelpunkt steht ein einziger Tag, dessen Verlauf von der Hoffnung auf einen friedlichen Protest bis zur Gewalt führt. Diese Verdichtung erlaubt es, die Eskalation Schritt für Schritt nachvollziehbar zu machen, statt sie nur zu behaupten. Dass die Aufklärung des Geschehens zur Zeit des Films nicht abgeschlossen war, verleiht dem Stoff zusätzliche Brisanz und macht ihn zu mehr als einem Rückblick.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 Punkten bei einigen hundert Stimmen erhält das Drama eine deutlich positive Bewertung. Das Publikum würdigt einen Film, der ein schmerzhaftes Kapitel ohne Beschönigung aufgreift.
24 Jahre nach seinem Erscheinen gehört er zu den historischen Dramen, die politische Gewalt aus der Nähe betrachten. Wer sich mit der Frage beschäftigt, wie aus friedlichem Protest eine Tragödie werden konnte, findet hier eine ernsthafte und nüchterne Annäherung an diesen Tag.
Bilder




Besetzung & Stab
- James Nesbitt als Ivan Cooper
- Allan Gildea als Kevin McCorry
- Gerard Crossan als Eamonn McCann
- Mary Moulds als Bernadette Devlin
- Carmel McCallion als Bridget Bond
- Tim Pigott-Smith als Major General Ford
- Nicholas Farrell als Brigadier Maclellan
- Christopher Villiers als Major Steele
- James Hewitt als Colonel Tugwell
- Declan Duddy als Gerry Donaghy
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Verfügbarkeit
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