Eine verheiratete Frau (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-12-04 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 120.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (133 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben von Charlotte, einer verheirateten Frau in Paris. Sie führt neben ihrer Ehe ein Verhältnis, und der Film folgt ihr in dieser knappen Zeitspanne, ohne sich auf eine durchgehende Handlung zu stützen. Erzählt wird in Fragmenten: Großaufnahmen von Gesichtern, von einzelnen Körperteilen, Szenen, die eher Momentaufnahmen sind als Kapitel einer Geschichte. Die Bilder sind häufig vor weißem Hintergrund freigestellt, wodurch Charlotte weniger als individuelle Figur erscheint denn als Ausgangspunkt für etwas Allgemeineres. Der Film gibt sich damit weniger als Porträt einer bestimmten Frau zu erkennen, sondern als eine auf das Wesentliche reduzierte Betrachtung über Ehe, Begehren und die Zerlegung eines Lebens in einzelne, isolierte Ausschnitte.
Entstehungsgeschichte
„Eine verheiratete Frau“ entstand 1964 unter der Regie von Jean-Luc Godard. In den Hauptrollen sind Macha Méril, Bernard Noël, Philippe Leroy und Christophe Bourseiller zu sehen. Der Film ist als Drama mit Anteilen des Liebesfilms angelegt und ab 18 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm täuscht über die eigentliche Anlage der Geschichte hinweg: Statt eine klassische Beziehungserzählung mit Aufbau, Konflikt und Auflösung zu liefern, setzt der Film auf Fragmentierung. Große Nahaufnahmen von Gesichtern und Körperteilen, die vor kahlem, weißem Hintergrund gezeigt werden, nehmen der Handlung ihre Kontinuität und rücken stattdessen Details in den Vordergrund. Diese Zerstückelung der Erzählung lässt sich als bewusste Distanzierung von einer psychologisch runden Figurenzeichnung lesen: Charlotte wird nicht als geschlossene Persönlichkeit vorgeführt, sondern als Ansammlung von Blicken, Gesten und Ausschnitten, an denen sich etwas Grundsätzliches über Ehe und Untreue ablesen lässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich. Seit seiner Entstehung 1964 sind über sechzig Jahre vergangen, ein Abstand, der die fragmentarische, reduzierte Erzählweise heute als deutlich vom klassischen Erzählkino der Zeit abgesetzt erscheinen lässt. Innerhalb von Drama und Liebesfilm markiert der Titel eine Position, die weniger auf Gefühl im herkömmlichen Sinn zielt als auf eine formale Untersuchung der Beziehung zwischen Bild, Körper und Erzählung.
Bilder







Besetzung & Stab
- Macha Méril als Charlotte
- Bernard Noël als Robert, the Lover
- Philippe Leroy als Pierre, the Husband
- Christophe Bourseiller als Nicolas
- Roger Leenhardt als Self
- Margareth Clémenti als Girl in Swimming Pool
- Véronique Duval als Girl in Swimming Pool
- Rita Maiden als Madame Celine
- Georges Liron als The Physician
- Jean-Luc Godard als The Narrator (voice) (uncredited)
Weitere Filme von Jean-Luc Godard
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.