Eine reine Formalität (1994)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Giuseppe Tornatore |
|---|---|
| Genre | Mystery, Thriller, Krimi, Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1994-05-15 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (403 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Anfang steht ein Mord, kurz darauf eine Festnahme. Der Mann, den die Polizei aufgreift, ist verwirrt, außer Atem und hat keinen Ausweis bei sich, der seine Identität belegen könnte. Er selbst hat auf die Frage, wer er ist, eine klare Antwort: Er sei ein berühmter Romancier.
Ein Kommissar nimmt sich den Verdächtigen im Verhör vor. Er will herausfinden, was tatsächlich geschehen ist, und zugleich klären, ob der Mann, der vor ihm sitzt, wirklich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Aus dieser doppelten Ungewissheit bezieht die Geschichte ihre Spannung. Es geht nicht nur um eine Tat, sondern um die Glaubwürdigkeit eines Menschen, der sich selbst kaum im Griff zu haben scheint.
Entstehungsgeschichte
Giuseppe Tornatore inszenierte dieses Kammerspiel, das 1994 in die Welt kam. Gérard Depardieu verkörpert den Festgenommenen, während Roman Polanski dem Kommissar Gestalt gibt, der ihn befragt. Sergio Rubini und Nicola Di Pinto ergänzen die Besetzung. Zuschauer ab 12 Jahren dürfen dem Verhör folgen.
Hinter den Kulissen
Mystery, Thriller, Krimi und Drama kommen hier zusammen. Das wirkt zunächst nach einer Überfülle, ergibt sich aber folgerichtig aus der Anlage des Stoffes. Der Mord liefert den Kriminalfall, die ungeklärte Identität das Rätsel, die Verhörsituation die Anspannung, und die Frage nach Wahrheit und Selbstbild bildet den dramatischen Kern.
Die Form des Kammerspiels bedeutet eine Konzentration auf wenige Figuren und einen engen Raum. Statt Ortswechseln und äußerer Bewegung tragen Rede und Gegenrede die Handlung. Dass die beiden zuerst genannten Darsteller genau jene Männer spielen, die sich im Verhör gegenübersitzen, unterstreicht diese Zuspitzung auf ein Duell, in dem Worte und Widersprüche die eigentlichen Ereignisse sind.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 Punkten landet der Film in der Publikumswertung klar im oberen Bereich. Getragen wird dieser Wert von einigen hundert Stimmen, einer Basis, die über Zufallsurteile hinausgeht, ohne schon ein Massenpublikum abzubilden.
32 Jahre nach seinem Erscheinen steht der Film für eine Spielart des Krimis, die ihre Spannung weniger aus Verfolgungsjagden als aus Gesprächen gewinnt. Innerhalb des Genres gehört er damit zu den psychologischen Verhörstücken, in denen die Frage, wer jemand ist, mindestens so schwer wiegt wie die Frage, wer es war.
Bilder




Besetzung & Stab
- Gérard Depardieu als Onoff
- Roman Polanski als Inspector
- Sergio Rubini als Andre
- Nicola Di Pinto als Captain
- Tano Cimarosa als Servant
- Paolo Lombardi als Marshall
- Maria Rosa Spagnolo als Paula
- Alberto Sironi
- Giovanni Morricone
- Mahdi Kraiem
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Verfügbarkeit
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