Der Zauber von Malèna (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Giuseppe Tornatore |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-10-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 14.493.284 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (2.827 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Frühjahr 1940 erklärt Mussolini Frankreich und Großbritannien den Krieg, und die sizilianische Kleinstadt Castelcuto ist in Aufruhr. Der dreizehnjährige Renato Amoroso hat andere Gründe für seine Hochstimmung: Er hat gerade sein erstes Fahrrad bekommen – und Malèna gesehen.
Malèna ist Kriegswitwe, jung und auffallend schön. Den Männern des Ortes verdreht sie den Kopf, die Ehefrauen begegnen ihr mit Hass. Renato, wie verzaubert, folgt ihr auf seinem Rad überallhin, ohne dass sie es bemerkt. Doch die Blicke, die auf ihr liegen, sind nicht nur bewundernd: Malèna wird zum Ziel der Begehrlichkeiten und der Verklemmtheiten einer ganzen Stadt. Der Junge wird einen Weg finden, ihr zu helfen.
Entstehungsgeschichte
Giuseppe Tornatore inszenierte das im Jahr 2000 erschienene Drama. Monica Bellucci spielt die Titelfigur, Giuseppe Sulfaro den Jungen, Luciano Federico und Matilde Piana ergänzen die Besetzung. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben – ein Wert, der zu einem Stoff passt, der Sexualität und Demütigung eher andeutet als ausstellt.
Hinter den Kulissen
Das reine Drama speist sich aus klar umrissenen Kräften: Sizilien und der Zweite Weltkrieg als Rahmen, Witwenschaft, Sehnsucht, Eifersucht und Prostitution als das, was daraus für eine einzelne Frau folgt.
Erzählt wird aus der Perspektive eines Halbwüchsigen, und das ist die entscheidende Setzung. Was Renato sieht, ist Verzauberung; was die Erzählung zeigt, ist eine Gemeinschaft, die eine schutzlose Frau erst begehrt und dann bestraft. Diese Doppelung erlaubt es, Schwärmerei und Grausamkeit im selben Bild zu halten, ohne die eine mit der anderen zu entschuldigen.
Einordnung & Wirkung
7,6 von 10 Punkten bei mehreren tausend Stimmen sind ein klar überdurchschnittlicher Wert; die Verteilung dürfte enger sein als bei Titeln, die polarisieren. Für ein Drama ohne Genrestützen ist diese Zustimmung bemerkenswert stabil.
26 Jahre liegen zwischen Erscheinen und heute. Der Film gehört damit einer Zeit an, deren Bilderzählung von Sehnsucht und Beschämung noch anders funktionierte als die heutige – was die Frage, wer hier eigentlich beschämt wird, eher schärft als abmildert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Monica Bellucci als Malèna Scordia
- Giuseppe Sulfaro als Renato Amoroso
- Luciano Federico als Renato's Father
- Matilde Piana als Renato's Mother
- Pietro Notarianni als Prof. Bonsignore
- Gaetano Aronica als Nino Scordia
- Gilberto Idonea als Centorbi, the Lawyer
- Angelo Pellegrino als Political Secretary
- Gabriella Di Luzio als Baron's Lover
- Pippo Provvidenti als Dr. Cusimano
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