Ein streunender Hund (1949)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller, Mystery |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1949-10-17 |
| Einspielergebnis | 47.005 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (377 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein ohnehin schlechter Tag wird für den jungen Kriminalbeamten Murakami noch schlimmer: In einem heißen, überfüllten Bus stiehlt ihm ein Taschendieb die Dienstwaffe. Verzweifelt will er den Fehler wiedergutmachen und geht verdeckt auf die Suche.
In den schwülen Straßen Tokios fahndet Murakami nach dem „streunenden Hund“, einem Mann, den die eigene Verzweiflung in ein Leben voller Verbrechen getrieben hat. Mit jedem Schritt verflechten sich die Wege von Polizist und Täter enger. Die Ermittlung entwickelt sich dabei zunehmend zu einer Auseinandersetzung mit Murakamis eigener dunkler Seite, denn die Grenze zwischen Jäger und Gejagtem erscheint weniger klar, als es zunächst den Anschein hat.
Entstehungsgeschichte
Akira Kurosawa inszenierte den Film im Jahr 1949. Toshirō Mifune, Takashi Shimura und Keiko Awaji stehen an der Spitze der Besetzung, ergänzt durch 三好栄子. Im Englischen heißt der Film „Stray Dog“, eine wörtliche Entsprechung des deutschen Titels.
Mit Murakami steht ein junger Ermittler im Zentrum, dessen persönlicher Fehler die gesamte Handlung in Gang setzt.
Hinter den Kulissen
Krimi, Drama, Thriller und Mystery verbinden sich zu einer vielschichtigen Anlage. Der Krimi liegt in der Jagd nach der gestohlenen Waffe, das Mystery-Element in der Frage nach dem Täter, das Drama in der inneren Zerrissenheit des jungen Ermittlers.
Auffällig ist die Parallelführung von Polizist und Verbrecher. Beide werden von Verzweiflung angetrieben, und je weiter die Suche fortschreitet, desto deutlicher spiegeln sie einander. Der Titel greift dieses Motiv auf: Der „streunende Hund“ ist der Täter, doch das Bild ließe sich ebenso auf den rastlos suchenden Murakami übertragen. Die drückende Hitze und das Gedränge der Stadt schaffen eine Atmosphäre, in der Anspannung und Erschöpfung spürbar werden.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 erreicht der Film einen hohen Wert, getragen von einigen hundert Stimmen. Seit dem Erscheinen sind 77 Jahre vergangen, was ihn zu einem der älteren Titel des Kriminalfilms macht, die heute noch bewertet werden.
Im Krimigenre steht der Film für eine Erzählweise, die die Ermittlung zugleich als psychologische Reise begreift. Statt nur einen Fall zu lösen, fragt die Geschichte, was den Ermittler vom Gesuchten trennt und wie dünn diese Trennlinie sein kann.
Bilder








Besetzung & Stab
- Toshirō Mifune als Det. Murakami
- Takashi Shimura als Det. Sato
- Keiko Awaji als Harumi Namiki
- Eiko Miyoshi als Harumi's mother
- Noriko Sengoku als Girl
- Noriko Honma als Wooden Tub Shop woman
- Reikichi Kawamura
- Chōko Iida als Kogetsu Hotel manager
- Eijirō Tōno
- Yasushi Nagata
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Verfügbarkeit
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