Ein gutes Jahr (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ridley Scott |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-09-09 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 35.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 42.064.105 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (1.686 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Max Skinner arbeitet als Börsenmakler in London und ist erfolgreich darin. Dann erbt er das Weingut La Siroque in der Provence von seinem verstorbenen Onkel Henry.
Er will schnell verkaufen. Doch vor Ort holen ihn Erinnerungen an die Sommer seiner Kindheit ein, er lernt die Restaurantbesitzerin Fanny Chenal kennen — und dann taucht Christie Roberts auf, die behauptet, Henrys uneheliche Tochter zu sein.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Peter Mayles Roman „Ein guter Jahrgang".
Regie führte Ridley Scott, das Drehbuch schrieb Marc Klein.
Russell Crowe spielt Max Skinner, Albert Finney den Onkel Henry, Marion Cotillard die Fanny Chenal, Freddie Highmore den jungen Max, Abbie Cornish die Christie Roberts, Tom Hollander den Charlie Willis und Archie Panjabi die Gemma.
Produziert wurde der Film von Lisa Ellzey, Branko Lustig, Julie Payne und Ridley Scott. Die Musik stammt von Marc Streitenfeld, die Kamera von Philippe Le Sourd, den Schnitt besorgte Dody Dorn.
Gedreht wurde in London und in der Provence — in Gordes, Bonnieux und Cucuron. Das Weingut „Chateau La Siroque" entstand auf dem Chateau la Canorgue, Duflots Bauernhaus auf dem Chateau Les Eydins.
Der Film dauert 118 Minuten und ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Die Weltpremiere lief am 9. September 2006 beim Toronto Film Festival, der britische Start folgte am 27. Oktober, der deutsche am 9. November 2006 mit über 100.000 Besuchern am Startwochenende.
Hinter den Kulissen
Die Wahl des Regisseurs ist der ungewöhnlichste Punkt. Ridley Scott, dessen Name mit ganz anderen Stoffen verbunden ist, dreht hier eine romantische Komödie in der Provence — und produziert sie zugleich mit.
Die Drehorte sind der eigentliche Aufwand. Zwei reale Weingüter dienten als Schauplätze; die Landschaft ist nicht Kulisse, sondern das Angebot, das der Hauptfigur gemacht wird.
Erzählerisch ist die Anlage klar: Ein Mann, dessen Leben aus Zahlen besteht, erbt etwas, das sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt. Die Nebenhandlung um Christie Roberts stellt zusätzlich die Frage, wem das Erbe zusteht.
Einordnung & Wirkung
Kirk Honeycutt fand den Film im Hollywood Reporter unbeholfen, kritisierte ruckartige Schnitte und nannte Crowes Figurenzeichnung konfus.
Cinema beschrieb ihn dagegen als herzhaft und sanft — als Mittel gegen Herbstdepressionen. Das epd film urteilte, Ridley Scott versuche sich im Genre der romantischen Komödie, verfahre sich dabei aber in Klischeelandschaften.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „wertvoll".
Der Einwand mit den Klischeelandschaften trifft eine Schwierigkeit, die dem Stoff eingeschrieben ist. Ein Film, der die Provence als Gegenentwurf zur Londoner City aufbaut, muss sie idealisieren — sonst funktioniert die Entscheidung der Hauptfigur nicht. Über 100.000 Besucher am deutschen Startwochenende zeigen, dass genau das für einen Teil des Publikums der Reiz war.
Bilder








Besetzung & Stab
- Russell Crowe als Max Skinner
- Albert Finney als Henry Skinner
- Marion Cotillard als Fanny Chenal
- Abbie Cornish als Christie Roberts
- Didier Bourdon als Francis Duflot
- Tom Hollander als Charlie Willis
- Freddie Highmore als Young Max Skinner
- Isabelle Candelier als Ludivine Duflot
- Archie Panjabi als Gemma
- Rafe Spall als Kenny
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