Drei Uhr nachts (1956)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Melville |
|---|---|
| Genre | Drama, Action, Krimi |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1956-08-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 41.010 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (305 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Bob Montagné war früher Gangster und ist bis heute ein leidenschaftlicher Spieler. Im Pariser Montmartre kennt man ihn, und in der Unterwelt genießt er Ansehen. Nur das Glück am Spieltisch hat ihn zuletzt verlassen.
Er lernt die junge Anne kennen, überlässt sie aber seinem jungen Freund Paulo, der sich in sie verliebt. Unterdessen wird Bobs Geldnot immer größer. Da reift in ihm ein kühner Gedanke: Er will das Casino von Deauville ausrauben. Mit seinem Partner entwirft er den spektakulärsten Coup seines Lebens, sorgfältig und bis ins Detail. Doch der Plan wird verraten, und damit steht plötzlich alles auf dem Spiel, was Bob sich aufgebaut hat.
Entstehungsgeschichte
Jean-Pierre Melville hat den Film 1956 inszeniert. Zur Besetzung gehören Roger Duchesne, Isabelle Corey, Daniel Cauchy und Gérard Buhr. Der internationale Titel „Bob le Flambeur“ stellt die Hauptfigur und ihre Spielleidenschaft in den Vordergrund, der deutsche Titel „Drei Uhr nachts“ dagegen eine Uhrzeit. Für Zuschauer unter 16 Jahren ist der Film nicht freigegeben.
Hinter den Kulissen
Drama, Action und Krimi verbinden sich in einem Stoff, der eher von einer Figur als von einem Verbrechen ausgeht. Bob ist kein junger Draufgänger, sondern ein Mann mit Vergangenheit und Ruf, dessen Lage ihn zu einem letzten großen Wurf treibt. Die Anlage des Heist-Films, also die sorgfältige Planung eines Überfalls, trifft hier auf das Porträt eines Spielers.
Das Nachtleben von Montmartre bildet die Welt, in der sich Loyalität, Freundschaft und Verrat abspielen. Die Nebenhandlung um Anne und Paulo zeigt, dass Bob auch jenseits des Spieltischs mit Verzicht und Großzügigkeit umgeht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten erreicht der Film eine deutlich gute Bewertung. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, einer kleinen, aber offenbar überzeugten Zuschauerschaft.
70 Jahre nach dem Erscheinen ist der Film ein Zeugnis des Kriminalkinos der 1950er-Jahre. Innerhalb der Geschichten über geplante Überfälle steht er für eine Spielart, die dem Charakter ihrer Hauptfigur ebenso viel Raum gibt wie dem Coup selbst. Wer sich für ältere Heist-Stoffe interessiert, findet hier ein Beispiel, das Milieu und Figur gleichermaßen ernst nimmt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Roger Duchesne als Robert 'Bob le Flambeur' Montagné
- Isabelle Corey als Anne
- Daniel Cauchy als Paulo
- Gérard Buhr als Marc
- Guy Decomble als Police Commissary Ledru
- Claude Cerval als Jean, the Croupier
- Howard Vernon als McKimmie, the Sponsor
- Colette Fleury als Suzanne, Jean's Girlfriend
- Simone Paris als Yvonne
- René Havard als Inspector Morin
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Verfügbarkeit
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