Die Straßenwalze und die Geige (1961)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrei Tarkowski |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 46 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1961-12-30 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (167 Stimmen) |
Worum es geht
Sasha ist sieben Jahre alt, spielt Geige und wird von den anderen Jungen aus seiner Straße verspottet. Als vor seinem Haus die Fahrbahn asphaltiert wird, lernt er Sergei kennen, den Fahrer der Straßenwalze. Zwischen dem Kind und dem Erwachsenen entsteht eine unkomplizierte Freundschaft, die sich über den Baulärm und die Distanz ihrer Lebenswelten hinwegsetzt. Im Hintergrund steht eine Stadt im Wiederaufbau, deren Straßen neu verlegt werden, während sich zwei Generationen begegnen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wie sich diese Begegnung weiterentwickelt, sei hier nicht vorweggenommen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1961 unter der Regie von Andrei Tarkowski. Es spielen unter anderem Igor Fomtschenko, Wladimir Samanski, Marina Adschubei und Jura Brusser. Eine Altersfreigabe ist nicht überliefert.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangskonstellation – ein Kind mit einer Geige gegen die Härte einer Baustelle, ein empfindsamer Junge gegen einen Mann an einer schweren Maschine – legt eine bewusste Gegenüberstellung an: Kunst und Arbeit, Zartheit und Schwere, Kindheit und Erwachsensein. Das Drama verzichtet auf äußere Spannungselemente und konzentriert sich stattdessen auf die leise Entwicklung einer Beziehung zwischen zwei Figuren, die sich in ihrer sozialen Stellung eigentlich fremd sein müssten. Dass die Handlung an einer Straße spielt, die gerade neu gebaut wird, gibt der Geschichte einen Rahmen, in dem Veränderung und Übergang selbstverständlich mitgedacht sind, ohne dass der Film dies ausdrücklich erklären müsste. Die Besetzung mit einem Kinderdarsteller in der Hauptrolle unterstreicht, dass der Blick der Erzählung nah an der kindlichen Perspektive bleibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer eher schmalen, im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragend breit rezipierten Bereich. Seit der Entstehung 1961 sind über sechzig Jahre vergangen, was ihn deutlich in die frühe Phase des sowjetischen Nachkriegskinos einordnet. Innerhalb des Dramengenres steht er für eine kleine, konzentrierte Erzählform, die auf eine einzige Beziehung und einen begrenzten Schauplatz setzt, statt auf große Handlungsbögen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Igor Fomchenko als Sasha
- Vladimir Zamanskiy als Sergei
- Marina Adzhubei als Girl in Pink
- Yuri Brusser als Yura Brusser
- Vyacheslav Borisov als Slava Borisov
- Lyudmila Semyonova als teacher
- Tanya Prokhorova als Neighbor
- Natalya Arkhangelskaya
- Marina Figner
- Antonina Maksimova als Sasha's mother
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Verfügbarkeit
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