Die Ratte von Soho (1950)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jules Dassin |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1950-06-15 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (296 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Soho, Nachtclub-Milieu: Harry Fabian schlägt sich als Anwerber für den Silver Fox durch, das Etablissement des Geschäftsmanns Phil Nosseross. Fabian ist mehr Träumer als Stratege, getrieben von der Aussicht auf schnellen Reichtum, und plant, mit inszenierten Wettkämpfen im griechisch-römischen Ringen Kapital zu schlagen. Für sein Vorhaben findet er Unterstützung bei dem alternden Ringer Gregorius und bei Nosseross' Frau, die beide eigene Hoffnungen mit dem Geschäft verbinden. Das Problem: Im Ringgeschäft der Stadt hat bereits Kristo das Sagen – und der ist ausgerechnet Gregorius' Vater. Fabians Plan gerät damit unweigerlich in Konkurrenz zu Interessen, die weit über seine eigenen Mittel hinausreichen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1950 unter der Regie von Jules Dassin. In den zentralen Rollen sind Richard Widmark als Harry Fabian, Francis L. Sullivan als Nosseross, Gene Tierney sowie Googie Withers zu sehen. Es handelt sich um ein Drama mit Krimi-Elementen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriminalfilm zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Statt eines klassischen Verbrechens steht ein Milieu aus Nachtclubs, Schulden und Abhängigkeiten im Zentrum, in dem sich persönlicher Ehrgeiz und wirtschaftliche Zwänge überlagern. Dass gleich mehrere Figuren – Fabian, Gregorius, Nosseross' Frau – eigene, teils widersprüchliche Interessen verfolgen, macht aus der Handlung ein Geflecht, in dem jede Figur zugleich Getriebene und Antreiberin ist. Die Vater-Sohn-Konstellation zwischen Kristo und Gregorius verleiht dem Konflikt um Fabians Vorhaben zusätzlich eine private, familiäre Ebene, die über ein reines Geschäftsduell hinausgeht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber zahlenmäßig begrenztes Bild ab. Seit der Entstehung des Films sind inzwischen 75 Jahre vergangen, was ihn deutlich in die frühe Nachkriegszeit des Kinos verortet. Innerhalb der Schnittmenge von Drama und Krimi steht er für eine Erzählweise, die weniger auf Ermittlung als auf das langsame Zuschnüren eines sozialen Netzes setzt, in dem ein Einzelner sich hoffnungslos verstrickt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Richard Widmark als Harry Fabian
- Francis L. Sullivan als Philip Nosseross
- Gene Tierney als Mary Bristol
- Googie Withers als Helen Nosseross
- Stanislaus Zbyszko als Gregorius
- Herbert Lom als Kristo
- Hugh Marlowe als Adam Dunn
- Mike Mazurki als The Strangler
- Charles Farrell als Mickey Beer
- Ada Reeve als Molly
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Verfügbarkeit
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