Jules Dassin
Werdegang
Jules Dassin, eigentlich Julius Dassin, wurde am 18. Dezember 1911 geboren und war US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler. Sein Debüt als Filmregisseur gab er 1941 bei Metro-Goldwyn-Mayer. Nach einem Zerwürfnis mit MGM-Chef Louis B. Mayer arbeitete er für den Produzenten Mark Hellinger und Universal Pictures, nach dessen frühem Tod wechselte er zu 20th Century Fox. 1949 geriet Dassin im Zuge der McCarthy-Ära ins Visier antikommunistischer Ermittlungen und verlor damit die Aussicht auf weitere Beschäftigung in der US-Filmindustrie. Er emigrierte mit seiner Familie nach Europa, konnte dort aber wegen anhaltendem Druck von amerikanischer Seite erst fünf Jahre später wieder drehen. 1955 entstand mit dem in Frankreich gedrehten Gangsterfilm „Rififi" sein erster europäischer Film, der zu einem großen Kritiker- und Publikumserfolg wurde. Seine späteren Filme erreichten diesen Erfolg nicht mehr. 1968 kehrte er für den Film „Black Power" in die USA zurück.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind sechs Filme von Jules Dassin als Regisseur verzeichnet, ausschließlich Kinofilme, keine Serien. Die Titel stammen aus den Jahren 1947 bis 1964, decken also einen Zeitraum von 17 Jahren ab. Das reicht vom 36. bis zum 53. Lebensjahr des Regisseurs. Die Filme bewegen sich vor allem im Krimi- und Thriller-Genre, dazu kommen Drama, Mystery, Komödie und Abenteuer. Zu den Titeln zählen „Zelle R17", „Stadt ohne Maske", „Gefahr in Frisco", „Die Ratte von Soho", „Rififi" und „Topkapi".
Einordnung
Die sechs Titel erhalten bei uns Bewertungen zwischen 6,5 und 7,8, im Schnitt 7,3 von 10. Am besten bewertet ist „Rififi" mit 7,8, am niedrigsten „Topkapi" mit 6,5. Die Bewertungen liegen insgesamt in einem recht einheitlichen, oberen Mittelfeld, ohne größere Ausreißer nach unten. Zwischen dem ältesten und dem jüngsten der bei uns verzeichneten Filme liegen 17 Jahre.