Die letzte Versuchung Christi (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Scorsese |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 164 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-05-28 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 7.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 33.773.585 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (1.241 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Mittelpunkt steht ein verunsicherter Jesus auf dem Weg zu seinem Vater und Gott. Die Erzählung zeigt ihn nicht als feststehende Gestalt, sondern als einen Suchenden: Auf der Suche nach seiner Identität steht er im Zwiespalt zwischen Körper und Seele, wird auf eine hohe Prüfung gestellt und immer wieder von weltlichen Versuchungen gelockt. Der Verrat durch seinen Jünger Judas geschieht auf Jesu eigene Bitte hin und verkehrt damit die gewohnte Rollenverteilung. Worin die letzte Versuchung besteht, die dem Film seinen Namen gibt, entscheidet sich erst spät und sei hier nicht vorweggenommen.
Entstehungsgeschichte
Martin Scorsese führte Regie bei dem 1988 erschienenen Drama. Willem Dafoe spielt Jesus, neben ihm stehen Harvey Keitel, Paul Greco und Steve Shill. Die Freigabe setzt bei 16 Jahren an, was zu einem Stoff passt, der Leiden und Kreuzigung nicht auslässt.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und diese Beschränkung ist aufschlussreich. Weder Historienfilm noch Bibelverfilmung, sondern schlicht Drama: Das Gewicht liegt auf dem inneren Konflikt einer Figur, nicht auf der Ausstattung einer Epoche. Der Zwiespalt zwischen Körper und Seele ist dabei kein Nebenmotiv, sondern die Achse, um die sich alles dreht, und er macht aus einer bekannten Gestalt eine zweifelnde. Die Konstruktion der Vision während der Kreuzigung erlaubt es, ein zweites, ungelebtes Leben in die Erzählung einzuziehen, ohne die Handlung zu verlassen — ein erzählerischer Kunstgriff, der Alternative und Wirklichkeit nebeneinanderstellt.
Einordnung & Wirkung
Bei mehreren tausend abgegebenen Stimmen kommt der Film auf 7,2 von 10 Punkten, ein klar positiver Wert bei einer Stimmenzahl, die ein interessiertes, kein beiläufiges Publikum vermuten lässt. 38 Jahre liegen zwischen Erscheinen und Gegenwart. Innerhalb des religiös grundierten Dramas gehört der Film zu den Arbeiten, die den Glaubensstoff als psychologisches Material behandeln statt als Andachtsbild. Wer sich darauf einlässt, bekommt kein Andachtsbild, sondern eine Figur, die mit sich selbst ringt und deren Zweifel die Erzählung trägt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Willem Dafoe als Jesus
- Harvey Keitel als Judas
- Paul Greco als Zealot
- Steve Shill als Centurian
- Verna Bloom als Mary, Mother of Jesus
- Barbara Hershey als Mary Magdalene
- Roberts Blossom als Aged Master
- Barry Miller als Jeroboam
- Gary Basaraba als Andrew, Apostle
- Irvin Kershner als Zebedee
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Verfügbarkeit
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