Die Karriere von Suzanne (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Eric Rohmer |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 52 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-02-27 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (128 Stimmen) |
Worum es geht
Bertrand und Guillaume, zwei Studenten, deren Freundschaft von einer eigenartigen Spannung getragen wird, geraten in den Bann von Suzanne, einer jungen Angestellten. Für Bertrand steht sie von Anfang an unter einem Verdacht: Sie gilt ihm als leicht zu haben, als oberflächlich. Als es Guillaume gelingt, sie für sich zu gewinnen, bricht in Bertrand ein widersprüchliches Gefühl auf. Er selbst liebt platonisch eine andere, Sophie, und doch schwankt er zwischen Anziehung und Abwehr gegenüber Suzanne. Hinter dieser Ambivalenz steckt vor allem Angst: die Angst, von ihr zurückgewiesen zu werden, sollte er selbst den Schritt wagen. Sein Stolz lässt ein solches Risiko kaum zu, und so bleibt er in einer Haltung stehen, die zwischen Beobachtung und Selbstschutz oszilliert.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1963 unter der Regie von Eric Rohmer und ist als Kinofilm angelegt. Zu sehen sind Catherine Sée, Philippe Beuzen, Christian Charrière und Diane Wilkinson in den zentralen Rollen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte trägt den Untertitel eines zweiten „moralischen“ Erzählstücks und ordnet sich damit einer Reihe zu, in der Figuren durch ihre eigenen Urteile über andere entlarvt werden. Die Kombination aus Drama und Liebesfilm täuscht dabei nicht über eine romantische Handlung im klassischen Sinn hinweg, sondern über eine Studie der Selbsttäuschung: Bertrands Ablehnung Suzannes ist weniger ein Urteil über sie als über ihn selbst. Die Konstellation aus zwei Freunden und einer Frau, die zum Projektionsfeld ihrer jeweiligen Ängste und Wünsche wird, verweist auf eine Erzählweise, die Innenleben und Selbstgerechtigkeit stärker gewichtet als äußere Handlung. Dass Bertrands Zuneigung zu Sophie platonisch bleibt, während sein Verhältnis zu Suzanne von körperlicher wie sozialer Unsicherheit geprägt ist, macht die Anlage der Geschichte zu einem Gegenüberstellen zweier Arten von Verlangen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breit rezipiertes Werk beschreiben, sondern eher als Titel für ein interessiertes, kleineres Publikum. Der Abstand zur Gegenwart beträgt inzwischen weit über sechs Jahrzehnte, was ihn innerhalb des Genres als frühes Beispiel eines introspektiven, dialoggetriebenen Liebesdramas erscheinen lässt, das weniger auf äußere Ereignisse als auf innere Widersprüche seiner Figuren setzt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Catherine Sée als Suzanne
- Philippe Beuzen als Bertrand
- Christian Charrière als Guillaume
- Diane Wilkinson als Sophie
- Patrick Bauchau als Frank (uncredited)
- Jean-Claude Biette als Jean-Louis (uncredited)
- Jean-Louis Comolli als Party Guest (uncredited)
- Pierre Cottrell als Party Guest (uncredited)
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Verfügbarkeit
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