Die Hündin (1931)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Renoir |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1931-11-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (140 Stimmen) |
Worum es geht
Maurice Legrand führt ein braves, geordnetes Leben: verheiratet, pünktlich, treu. Für seine Kollegen ist er deshalb ein Spielverderber, für seine Frau ein schwacher Abklatsch ihres verstorbenen ersten Mannes, dessen Abenteuerlust sie unablässig beschwört. Als Maurice eines Nachts die Prostituierte Lucienne vor ihrem Zuhälter Dédé rettet, bricht in ihm eine Leidenschaft auf, die er sich selbst nie zugestanden hätte. Er verliebt sich, versorgt Lucienne mit Geld – ohne zu ahnen, dass ihre Zuneigung allein Dédé gilt. Als dem Zuhälter das Geld nicht mehr reicht, verfällt er auf die Idee, Maurices Gemälde, die dieser für Lucienne gemalt hat, unter fremdem Namen zu verkaufen. Aus stiller Ergebenheit entwickelt sich so ein Geflecht aus Ausnutzung, Selbstbetrug und wachsender Verzweiflung.
Entstehungsgeschichte
„Die Hündin“ entstand 1931 unter der Regie von Jean Renoir. In den Hauptrollen sind Michel Simon, Janie Marèse, Georges Flamant und Magdeleine Bérubet zu sehen. Der Film ist als Drama mit kriminellen Zügen angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Krimi ergibt sich unmittelbar aus dem Stoff: Ein bürgerliches Eheleben kippt in eine Affäre, die durch Betrug und Ausbeutung in kriminelles Terrain führt. Die Konstellation aus dem unterschätzten Ehemann, der berechnenden Geliebten und dem gewalttätigen Zuhälter zeichnet ein Dreiecksverhältnis, in dem Zuneigung und Eigennutz kaum zu trennen sind. Dass Maurice ausgerechnet mit seiner Kunst – den Gemälden für Lucienne – betrogen wird, verschärft die Demütigung: Sein Innerstes wird zur Ware gemacht, ohne dass er es merkt. Die Geschichte legt ihren Fokus auf die stille Erniedrigung eines Mannes, der zwischen zwei Frauenbildern zerrieben wird, ohne dass eine Figur moralisch entlastet würde.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis steht der Film im oberen Mittelfeld seiner Kategorie, wenngleich die Zahl der Stimmen noch keine breite Rezeption widerspiegelt. Seit der Entstehung 1931 sind mehr als neunzig Jahre vergangen, was den Film in die früheste Phase des Tonfilms einordnet. Innerhalb der Verbindung von Drama und Krimi zeigt sich ein Werk, das psychologische Erniedrigung stärker gewichtet als äußere Spannung, und das seine Wirkung aus der schleichenden Zerstörung einer bürgerlichen Existenz zieht.
Bilder



Besetzung & Stab
- Michel Simon als Maurice Legrand
- Janie Marèse als Lucienne 'Lulu' Pelletier
- Georges Flamant als Andre 'Dédé' Govain
- Magdeleine Bérubet als Adèle Legrand
- Roger Gaillard als Adjutant Alexis Godard
- Jean Gehret als Monsieur Dugodet
- Lucien Mancini als Wallstein
- Max Dalban als Bernard, the colleague
- Romain Bouquet als Henriot, boss of hosiery
- Pierre Desty als Gustave Brocheton
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Verfügbarkeit
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