Die Spielregel (1939)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Renoir |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1939-07-09 |
| Budget | 8.850.000 $ |
| Einspielergebnis | 273.520 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (681 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach seinem Rekordflug über den Atlantik muss der Pilot André Jurieux feststellen, dass seine Geliebte Christine nicht auf ihn gewartet hat. Er möchte sie zurückgewinnen, doch Christine bleibt ihrem Ehemann treu, dem Marquis de la Cheyniest. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich ein Reigen um die Pariser Aristokratie, in dem Zuneigung, Etikette und gesellschaftliche Stellung fortwährend miteinander in Konflikt geraten.
Entstehungsgeschichte
Der Film erschien 1939. Jean Renoir führte nicht nur Regie, sondern steht auch selbst vor der Kamera, gemeinsam mit Marcel Dalio, Nora Gregor und Julien Carette. International läuft der Titel als „The Rules of the Game“, im Original als „La Règle du Jeu“. Entstanden ist er kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama, Komödie und Liebesfilm zu einem komödiantischen Drama. Diese Doppelung ist keine Unentschiedenheit, sondern die Methode: Eine Gesellschaft, die ihr Verhalten streng nach Regeln ordnet, wird komisch, sobald diese Regeln mit den tatsächlichen Gefühlen kollidieren, und dieselbe Kollision wird ernst, sobald jemand die Regeln bricht. Dass ein Rekordflieger als Außenstehender in diesen Kreis stößt, liefert die Perspektive, aus der sich die Konventionen als Konventionen erkennen lassen. Der Zeitpunkt, zu dem der Film entstand, gibt dieser Beobachtung einer geschlossenen Gesellschaft zusätzliches Gewicht. Auch die Doppelrolle des Regisseurs, der selbst mitspielt, fügt sich in diese Anlage: Die Beobachtung geschieht von innerhalb der Gesellschaft, nicht von außen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,5 von 10 liegt spürbar über dem Mittelfeld, beruht aber auf einer begrenzten Zahl von Stimmen, wie es bei Titeln aus dieser Zeit die Regel ist. 87 Jahre nach dem Erscheinen ist die zeitliche Distanz so groß, dass die geschilderte Welt und die Erzählweise gleichermaßen historisch geworden sind. Innerhalb des Gesellschaftsfilms steht der Titel für die Variante, die ihre Kritik nicht ausspricht, sondern vorführt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Renoir als Octave
- Marcel Dalio als Robert de la Cheyniest
- Nora Gregor als Christine de la Cheyniest
- Julien Carette als Marceau, le braconnier
- Roland Toutain als André Jurieux
- Paulette Dubost als Lisette, sa camériste
- Gaston Modot als Edouard Schumacher, le garde-chasse
- Mila Parély als Geneviève de Marras
- Anne Mayen als Jackie, nièce de Christine
- Eddy Debray als Corneille, le majordome
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