Die Dolmetscherin (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sydney Pollack |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-04-08 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 80.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 162.944.923 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,3 (1.639 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Silvia Broome arbeitet als Dolmetscherin bei den Vereinten Nationen in New York. Eines Abends hört sie im Saal etwas, was sie nicht hören sollte: die Ankündigung eines Attentats auf den Staatschef von Matobo, Dr. Edmond Zuwanie.
Sie meldet es dem Secret Service. Agent Tobin Keller glaubt ihr nicht — Broome stammt selbst aus Matobo, und ihre Familie kam unter Zuwanies Regime ums Leben. Erst nach Bombenanschlägen ändert sich sein Blick auf sie.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Sydney Pollack. Am Drehbuch schrieben Martin Stellman, Brian Ward, Charles Randolph, Scott Frank und Steven Zaillian.
Nicole Kidman spielt Silvia Broome, Sean Penn den Tobin Keller, Catherine Keener die Dot Woods, Clyde Kusatsu den Lee Wu, Jesper Christensen den Nils Lud, Yvan Attal den Philippe, Earl Cameron den Edmond Zuwanie und George Harris den Kuman Kuman.
Produziert wurde der Film von Tim Bevan, Eric Fellner, Michael F. Steele und Kevin Misher. Die Kamera führte Darius Khondji, die Musik stammt von James Newton Howard.
Gedreht wurde im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York — es waren die ersten Filmaufnahmen, die im Gebäude genehmigt wurden.
Hinter den Kulissen
Die Drehgenehmigung für das UN-Hauptquartier ist der bemerkenswerteste Produktionsbefund. Ein Ort, der bis dahin für Spielfilme verschlossen war, wurde für diesen Film geöffnet — und der Film macht daraus mehr als eine Kulisse: Die Architektur, die Kabinen, die Kopfhörer sind der Handlungsraum.
Der Beruf der Hauptfigur ist dabei genau gewählt. Eine Dolmetscherin hört alles und darf nichts weitergeben; ihre Berufsauffassung steht gegen das, was sie erfahren hat.
Fünf Autoren am Drehbuch sind ein Hinweis darauf, wie oft der Stoff umgearbeitet wurde. Das Lexikon des internationalen Films bemängelte genau das: Die Handlung sei gewollt verwickelt und löse sich dann banal auf.
Matobo ist ein erfundenes Land. Der Film vermeidet damit die Zuordnung zu einem realen Staat — und nimmt in Kauf, dass sein politischer Gegenstand allgemein bleibt.
Einordnung & Wirkung
In Deutschland sahen rund 1,2 Millionen Zuschauer den Film.
Das Lexikon des internationalen Films nannte ihn einen Polit-Thriller mit herausragenden Darstellern, der inszenatorisch aber hinter früheren Filmen Sydney Pollacks zurückbleibe.
Dieses Urteil trennt Besetzung und Regie. Nicole Kidman und Sean Penn tragen den Film; die Konstruktion um sie herum überzeugte weniger.
Für Sydney Pollack, dessen Name mit dem politischen Thriller der siebziger Jahre verbunden ist, war das eine Rückkehr in ein Feld, an dem er selbst den Maßstab gesetzt hatte — und an dem er gemessen wurde.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nicole Kidman als Silvia Broome
- Sean Penn als Tobin Keller
- Catherine Keener als Dot Woods
- Jesper Christensen als Nils Lud
- Yvan Attal als Philippe
- Earl Cameron als Zuwanie
- George Harris als Kuman-Kuman
- Michael Wright als Marcus
- Clyde Kusatsu als Police Chief Lee Wu
- Eric Keenleyside als Rory Robb
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