Der Unverstandene (1967)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luigi Comencini |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1967-01-21 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (101 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sir John Edward Duncombe, britischer Konsul in Florenz, kehrt nach der Beerdigung seiner Frau in seine Villa zurück. Seine beiden Söhne, der zehnjährige Andrea und der sechsjährige Milo, warten auf ihn. Nur dem Älteren vertraut er die Wahrheit über den Tod der Mutter an, weil er ihn für reif genug hält – doch dessen scheinbare Gefühllosigkeit verletzt ihn. Statt Nähe entsteht Distanz: Der Vater wendet seine Zuneigung zunehmend dem kleinen Milo zu, während Andrea schweigend zusieht, wie sich sein Vater von ihm entfernt. Als Onkel Will zu Besuch kommt, erkennt er den verborgenen Schmerz und den Stolz des Jungen und drängt seinen Bruder, sich wieder auf Andrea einzulassen. Der Konsul plant daraufhin eine gemeinsame Reise nach Rom, über die sich Andrea freut. Wie diese Annäherung ausgeht, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
„Der Unverstandene“ entstand 1967 unter der Regie von Luigi Comencini. In den Hauptrollen sind Anthony Quayle, Stefano Colagrande, Simone Giannozzi und John Sharp zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte konzentriert sich ganz auf das Verhältnis zwischen einem trauernden Vater und seinen zwei sehr unterschiedlich alten Söhnen. Dass der ältere Junge die Wahrheit erfährt, der jüngere aber geschont wird, schafft ein Ungleichgewicht, das die gesamte Familie prägt. Die Erzählung setzt auf stille Beobachtung statt auf große dramatische Zuspitzung: Andreas Schmerz zeigt sich nicht in Ausbrüchen, sondern in Zurückhaltung, die vom Vater fehlgedeutet wird. Die Figur des Onkels fungiert als vermittelnde Instanz, die dem Vater einen Perspektivwechsel ermöglicht. Damit ist der Film weniger auf äußere Handlung als auf die psychologische Zeichnung von Trauer, Missverständnis und kindlichem Stolz ausgelegt – ein Kammerspiel im großen Rahmen einer Villa in Florenz.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeigt sich, dass der Film bei denen, die ihn gesehen haben, überwiegend positiv aufgenommen wird, ohne bislang ein breites Publikum erreicht zu haben. Seit der Entstehung 1967 sind mittlerweile 58 Jahre vergangen, was den Film klar als älteres Werk des Dramengenres ausweist, das sich ganz auf familiäre und emotionale Themen konzentriert, ohne auf Nebenhandlungen oder äußere Spannung zu setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anthony Quayle als Sir John Edward Duncombe
- Stefano Colagrande als Andrea
- Simone Giannozzi als Milo
- John Sharp als Uncle William 'Will'
- Adriana Facchetti als Luisa
- Rino Benini als Casimirio
- Giorgia Moll als Judy
- Graziella Granata als Dora
- Silla Bettini
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Verfügbarkeit
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