Der Marathon-Mann (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | John Schlesinger |
|---|---|
| Genre | Thriller, Krimi, Drama |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-10-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 6.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 21.709.020 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (1.273 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Während der Marathonläufer Babe am Hudson seine Runden zieht, entkommt in Paris sein älterer Bruder Doc Levi, ein Doppelagent, mehreren Anschlägen. Doc reist nach New York, weil Babe von Unbekannten belästigt wird, die eigentlich ihn selbst treffen wollen. Dahinter steht Georg Szell, der „weiße Engel“, der Diamanten verkaufen will, die die Nationalsozialisten ermordeten Jüdinnen und Juden abgenommen hatten. Was daraufhin geschieht, greift tief in Babes Leben ein: Er gerät in Gefangenschaft und wird gefoltert, kann sich befreien und muss dabei den Verlust seines Bruders und seiner Freundin Elsa verkraften, bevor es zur letzten Begegnung mit Szell kommt.
Entstehungsgeschichte
John Schlesinger inszenierte den 1976 erschienenen Film, der im Original „Marathon Man“ heißt. Dustin Hoffman spielt den Läufer, Laurence Olivier den Gegenspieler; Roy Scheider und William Devane ergänzen die Besetzung. Erst ab 16 Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Thriller, Krimi und Drama sind hier nicht nur nebeneinandergestellt, sondern bauen aufeinander auf. Der Thriller liefert die Verfolgung, der Krimi das Geschäft mit den Diamanten, das Drama die Ebene, auf der es um zwei Brüder geht. Die Konstruktion setzt eine ahnungslose Hauptfigur in die Mitte eines Geflechts, das ohne ihr Zutun entstanden ist; Babe wird bedroht, weil er zu jemandem gehört, nicht weil er etwas getan hätte. Der Marathonlauf ist dabei mehr als eine Beschäftigung, denn Ausdauer und Fliehenkönnen fallen in dieser Anlage zusammen. Die Herkunft der Diamanten verankert den Stoff im Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden und macht den Gegenspieler zu einer Figur, die für ein fortwirkendes Verbrechen steht. Der Film behandelt diese Herkunft als Tatsache, nicht als Kulisse.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 Punkten bei einer vierstelligen Zahl an Stimmen ist der Film klar überdurchschnittlich bewertet. Fünfzig Jahre nach dem Erscheinungsjahr beschreibt dieser Wert keine tagesaktuelle Reaktion mehr, sondern eine über lange Zeit gebildete Einschätzung. Innerhalb des Thrillers steht der Titel für die Spielart, die politische Nachwirkungen zum Ausgangspunkt einer privaten Bedrohung macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dustin Hoffman als Thomas 'Babe' Levy
- Laurence Olivier als Dr. Christian Szell
- Roy Scheider als Henry 'Doc' Levy
- William Devane als Janeway
- Marthe Keller als Elsa Opel
- Fritz Weaver als Professor Biesenthal
- Richard Bright als Karl
- Marc Lawrence als Erhard
- James Wing Woo als Chen
- Lou Gilbert als Rosenbaum
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Verfügbarkeit
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