Der Krieg des Charlie Wilson (2007)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mike Nichols |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Historie |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-12-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 75.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 119.483.446 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (1.712 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1980 wird der texanische Kongressabgeordnete Charlie Wilson durch einen Fernsehbericht auf den Krieg in Afghanistan aufmerksam.
Gemeinsam mit der wohlhabenden Texanerin Joanne Herring und dem CIA-Agenten Gust Avrakotos organisiert er verdeckte Waffenlieferungen an die Mudschahedin. Über Verbindungen nach Israel, Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien beschafft er sowjetische Waffen. Das Budget wächst von fünf Millionen auf schließlich 500 Millionen Dollar; mit der saudischen Verdopplung wird daraus eine Milliarde. Nach dem sowjetischen Rückzug 1988 scheitert Wilsons Versuch, Geld für den Wiederaufbau zu beschaffen.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist George Criles gleichnamiges Buch.
Regie führte Mike Nichols — es war seine letzte Regiearbeit vor seinem Tod 2014. Das Drehbuch schrieb Aaron Sorkin.
Tom Hanks spielt Charlie Wilson, Julia Roberts die Joanne Herring, Philip Seymour Hoffman den CIA-Agenten Gust Avrakotos, Amy Adams die Bonnie Bach, Ned Beatty den Clarence „Doc" Long, Om Puri den Präsidenten Zia-ul-Haq, Ken Stott den Zvi Rafiah und Christopher Denham den Michael G. Vickers.
Produziert wurde der Film von Gary Goetzman und Tom Hanks. Die Kamera führte Stephen Goldblatt, den Schnitt besorgten John Bloom und Antonia Van Drimmelen, die Musik stammt von James Newton Howard.
Es handelt sich um eine amerikanisch-deutsche Produktion von 98 Minuten Länge, freigegeben ab 12 Jahren. Das Budget betrug rund 75 Millionen Dollar. Der US-Start war am 21. Dezember 2007, der deutsche am 7. Februar 2008.
Hinter den Kulissen
Aaron Sorkins Drehbuch behandelt einen politischen Vorgang als Komödie. Das ist die Entscheidung, an der sich alles Weitere entzündet — Waffenlieferungen an eine Kriegspartei werden über pointierte Dialoge und Sitzungsszenen erzählt.
Die Zahlen tragen dabei die eigentliche Erzählung. Von fünf Millionen auf eine Milliarde Dollar in wenigen Jahren, beschafft über ein Geflecht aus vier Staaten — der Film macht sichtbar, wie das ohne öffentliche Debatte möglich war.
Das Ende ist bezeichnend. Wilson bekommt Geld für Waffen und keines für Schulen; sein Antrag auf Mittel für den Wiederaufbau scheitert. Der Film benennt das, ohne die Folgen auszuführen.
Einordnung & Wirkung
Bei rund 75 Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film weltweit 119 Millionen ein — 66,7 Millionen in den USA, vier Millionen in Deutschland.
Bei den Golden Globes 2008 gab es fünf Nominierungen, darunter als bester Film, für beide Hauptdarsteller und für das Drehbuch. Philip Seymour Hoffman war 2008 für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „besonders wertvoll".
Die Kritik lobte Handwerk und Darstellerleistungen, äußerte aber deutliche Bedenken gegen die Darstellung. Ein Rezensent hielt fest, die Gegenwart der Vergangenheit sei zu mächtig, als dass man sie derart einfach zu den Akten legen könne. Ein anderer urteilte, das Satirische sei keineswegs die geeignete Form für diese Geschichte.
Historiker bewerten den Film als faktisch ungenau. Er habe nur eine sporadische Verbindung zur historischen Realität und neige dazu, deren Bedeutung zu verzerren. Dieser Einwand wiegt bei einem Film schwer, der sich ausdrücklich auf ein Sachbuch stützt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Hanks als Charlie Wilson
- Julia Roberts als Joanne Herring
- Philip Seymour Hoffman als Gust Avrakotos
- Amy Adams als Bonnie Bach
- Emily Blunt als Jane Liddle
- Om Puri als President Zia
- Shiri Appleby als Jailbait - Charlie's Angels
- Rachel Nichols als Suzanne - Charlie's Angels
- Wynn Everett als Receptionist - Charlie's Angel
- Jud Tylor als Crystal Lee
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