Der kleine Soldat (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-01-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 180.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (187 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Genf, während des Algerienkrieges: Der französische Fotograf Bruno Forestier hat sich in die Schweiz abgesetzt, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Politisch ist er kaum gefestigt, dennoch steht er im Dienst der rechtsextremen OAS, die ihn beauftragt, einen Radiojournalisten zu töten, der die algerische Unabhängigkeitsbewegung unterstützt. Genf wird zum neutralen Kampfplatz zweier verfeindeter Lager, OAS und FLN, die sich auch abseits der offiziellen Fronten bekämpfen. Als Bruno sich in Veronica verliebt, die für die gegnerische FLN arbeitet, gerät sein Auftrag ins Wanken. Sein Zögern hat Konsequenzen: Er wird entführt und gefoltert, kann sich befreien und sucht mit Veronica einen Ausweg aus der Gewaltspirale. Doch die Fronten, zwischen die er geraten ist, lassen kaum Raum für einen Rückzug.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1963 unter der Regie von Jean-Luc Godard und ist ab 16 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen sind Michel Subor als Bruno Forestier und Anna Karina als Veronica zu sehen, an ihrer Seite Henri-Jacques Huet und Paul Beauvais.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Liebesfilm ist hier keine bloße Etikettierung, sondern Programm: Die private Beziehung zwischen Bruno und Veronica entwickelt sich mitten in einem politischen Gewaltkonflikt, der beide Figuren instrumentalisiert. Dass Bruno ohne feste Überzeugung agiert und dennoch tödliche Aufträge ausführt, macht ihn zu einer Figur zwischen den Lagern statt zu einem klaren Helden oder Gegenspieler. Die Wahl eines neutralen Schauplatzes wie Genf für einen Stellvertreterkrieg zweier verfeindeter Organisationen unterstreicht, dass es hier nicht um klare geografische oder moralische Fronten geht, sondern um ein Geflecht aus Loyalitäten, Zwang und persönlicher Entscheidung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 aus einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld der Publikumswahrnehmung. Seit der Entstehung 1963 sind mehr als sechzig Jahre vergangen, der Film liegt damit weit zurück in der Geschichte des politischen Kinos. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesgeschichte nimmt er durch seinen konkreten historischen Konflikt und die moralisch uneindeutige Hauptfigur eine eigene Position ein, ohne dass sich daraus weitere Aussagen über seine Rezeption treffen lassen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Michel Subor als Bruno Forestier
- Anna Karina als Veronica Dreyer
- Henri-Jacques Huet als Jacques
- Paul Beauvais als Paul
- László Szabó als Laszlo
- Georges de Beauregard als Activist Leader (uncredited)
- Gilbert Edard als (uncredited)
- Jean-Luc Godard als Man at Railway Station (uncredited)
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Verfügbarkeit
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