Der Idiot (1951)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 166 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1951-05-23 |
| TMDB-Bewertung | 7 (135 Stimmen) |
Worum es geht
Kameda hat den Krieg auf eine Weise überlebt, die ihn verändert hat: Eine Hinrichtung wurde im letzten Moment ausgesetzt, und seither ist von seinem früheren Charakter kaum etwas geblieben. Was einmal Berechnung, Eigennutz und Härte gewesen sein mag, hat sich in ein Mitgefühl verwandelt, das keine Grenzen mehr zu kennen scheint, und in eine Offenheit, die seine Umgebung eher irritiert als rührt. Für die Menschen um ihn herum ist das kein Zeichen von Güte, sondern von Schwäche des Geistes – sie nennen ihn einen Idioten. In diese Konstellation geraten zwei Frauen: eine ehemalige Konkubine und ein junges Mädchen, beide von seiner Zuneigung berührt. Kameda gerät damit zwischen Fronten, die nicht nur ihn selbst, sondern auch die beiden Frauen gegeneinander stellen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1951 unter der Regie von Akira Kurosawa. Die Besetzung führen Setsuko Hara, Masayuki Mori und Toshirō Mifune an, ergänzt durch 久我美子. Es handelt sich um ein Drama mit Liebeshandlung.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich hier weniger als romantische Erzählung denn als Studie darüber, wie Zuneigung zum Auslöser gesellschaftlicher Spannungen werden kann. Kamedas Wandlung – vom berechnenden zum grenzenlos mitfühlenden Menschen – wird von seiner Umgebung nicht als moralischer Fortschritt gelesen, sondern als Defekt. Diese Umkehrung, dass Güte als Idiotie erscheint, gibt der Geschichte ihre Spannung: Sie stellt nicht die Frage, ob Kameda sich richtig verhält, sondern wie eine Gesellschaft mit einem Menschen umgeht, der sich ihren üblichen Regeln entzieht. Dass zwei Frauen in dieses Beziehungsgeflecht eingebunden sind, deutet auf eine Erzählstruktur, in der persönliche Zuneigung stets auch soziale Konsequenzen hat.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen lässt sich der Film als solide, aber nicht breit rezipiert einordnen. Seit der Entstehung 1951 sind mittlerweile über sieben Jahrzehnte vergangen, was ihn deutlich in die frühe Phase der Nachkriegszeit des japanischen Films verortet. Innerhalb von Kurosawas Werk steht dieser Titel als Drama mit stark psychologischer und zwischenmenschlicher Ausrichtung, das sich von actionbetonteren oder historisch angelegten Stoffen desselben Regisseurs unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Setsuko Hara als Taeko Nasu
- Masayuki Mori als Kinji Kameda
- Toshirō Mifune als Denkichi Akama
- Yoshiko Kuga als Ayako
- Takashi Shimura als Ono, Ayako's father
- Chieko Higashiyama als Satoko, Ayako's mother
- Eijirō Yanagi als Tohata
- Minoru Chiaki als Mutsuo Kayama, the secretary
- Noriko Sengoku als Takako
- Kokuten Kōdō als Junpei
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Verfügbarkeit
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