Der Fall Randall Adams (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Errol Morris |
|---|---|
| Genre | Krimi, Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-08-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 1.209.846 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (426 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im November 1976 wird der Polizist Robert W. Wood erschossen. Zwei Männer geraten unter Verdacht: ein vorbestrafter 16-Jähriger und der 28 Jahre alte Randall Dale Adams. Verurteilt wird Adams. Er wird des Mordes schuldig gesprochen und ins Gefängnis gebracht.
Der Film geht diesem Fall nach. Errol Morris beginnt zu recherchieren, und je tiefer er in die Aussagen und Beweise eindringt, desto mehr Fragen tun sich an diesem Urteil auf.
Dabei war ursprünglich ein anderer Schwerpunkt geplant. Im Mittelpunkt sollte der Psychiater Dr. James Grigson stehen, der den Beinamen Doctor Death trug. Fast jedem Angeklagten in Mordverfahren bescheinigte er mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent, er werde wieder töten. Erst durch einen Zufall stieß Morris auf den Fall Randall Adams.
Entstehungsgeschichte
Errol Morris verantwortete die Regie des Dokumentarfilms, der 1988 erschien und im Original „The Thin Blue Line“ heißt. Vor der Kamera stehen reale Beteiligte, unter ihnen Randall Adams, David Harris, Gus Rose und Jackie Johnson. Die Freigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Dokumentarfilm und Krimi verbinden sich hier auf besondere Weise. Es handelt sich nicht um eine erfundene Kriminalgeschichte, sondern um die Untersuchung eines realen Mordes, eines Prozesses und einer Verurteilung. Der Krimi prägt die Form, denn die Erzählung folgt einer Ermittlung, die Schritt für Schritt Widersprüche freilegt.
Der Schauplatz ist Dallas in Texas, und die Todesstrafe bildet einen bedrückenden Hintergrund. Gerade die Rolle eines Psychiaters, der Angeklagten fast durchweg künftige Gefährlichkeit bescheinigte, zeigt, wie viel in solchen Verfahren auf dem Spiel stand. Dass ausgerechnet die Arbeit an einem Film zu neuen Erkenntnissen über falsche Aussagen und gefälschte Beweise führte, macht das Werk selbst zu einem Teil des Falls. Hinter der Geschichte stehen ein getöteter Polizist und ein Mann, dessen Verurteilung auf falschen Aussagen und gefälschten Beweisen beruhte.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,7 von 10 Punkten erhält der Film eine hohe Durchschnittsbewertung, gestützt auf Stimmen im mittleren dreistelligen Bereich.
Das Erscheinen liegt 38 Jahre zurück. Im Dokumentarfilm über Justiz und Strafverfolgung steht der Titel für eine Arbeit, die nicht nur berichtet, sondern selbst in den Verlauf eines Falls eingegriffen hat.
Bilder






Besetzung & Stab
- Randall Adams als Self
- David Harris als Self
- Gus Rose als Self - Homicide Detective in Dallas
- Jackie Johnson als Self - Homicide Detective in Dallas
- Marshall Touchton als Self - Homicide Detective in Dallas
- Dale Holt als Self - Internal Affairs Investigator in Dallas
- Sam Kittrell als Self - Police Detective in Vidor
- Hootie Nelson als Self - Friend of David Harris in Vidor
- Dennis Johnson als Self - Friend of David Harris in Vidor
- Floyd Jackson als Self - Friend of David Harris in Vidor
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Verfügbarkeit
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