The Fog of War (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Errol Morris |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, TV-Film |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-10-26 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (307 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Zentrum dieses Dokumentarfilms steht Robert S. McNamara, einst Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten und eine einflussreiche und umstrittene Figur der internationalen Politik. Aus seiner Sicht wird die Geschichte Amerikas erzählt, und mit seinen Überlegungen rücken die großen Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts erneut in den Blick.
Der Bogen reicht von der Bombardierung Tokios im Jahr 1945, bei der hunderttausend japanische Zivilisten ums Leben kamen, über die Kubakrise, in der eine atomare Katastrophe unmittelbar drohte, bis zu den verheerenden Folgen des Vietnamkriegs. Der Film untersucht, wie jene Regierungsverantwortlichen dachten und abwogen, die Soldaten in den Kampf schickten. Dabei geht es um die Psychologie von Entscheidungen, um die Logik der Macht und um die Strategien, mit denen sie ausgeübt wird.
Entstehungsgeschichte
Errol Morris führte Regie und tritt zugleich selbst vor der Kamera auf. Der Film erschien 2003. Neben Robert McNamara sind auch Fidel Castro und Barry Goldwater zu sehen.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm verzichtet das Werk auf erfundene Handlung und stützt sich auf die Perspektive eines Mannes, der die Ereignisse selbst mitgestaltet hat. Diese Anlage macht ihn zu mehr als einer historischen Rückschau: Es ist eine Befragung von Verantwortung aus der Innensicht. Der Zuschauer erfährt nicht nur, was geschah, sondern wie jemand, der an den Entscheidungen beteiligt war, im Rückblick darüber denkt.
Der Titel verweist auf die Unübersichtlichkeit, in der Entscheidungen über Krieg und Frieden getroffen werden. Die Auswahl der Stationen, vom Luftkrieg über den Beinahe-Atomkrieg bis zum Vietnamkrieg, folgt dem Lebensweg eines einzelnen Politikers und verknüpft so Biografie und Weltgeschichte. Dass neben McNamara weitere politische Figuren jener Jahrzehnte auftauchen, erweitert den Blick über die eine Stimme hinaus. Der Stoff verlangt Nüchternheit, denn er handelt von zivilen Opfern und drohender Vernichtung.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsnote von 7,7 von 10 bei einigen hundert Stimmen spricht für eine hohe Wertschätzung. 23 Jahre nach dem Erscheinen behalten seine Fragen nach Macht, Verantwortung und dem Preis politischer Entscheidungen ihr Gewicht. Im Dokumentarfilm steht er für einen Zugang, der Zeitgeschichte nicht aus der Distanz erklärt, sondern eine beteiligte Stimme befragt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Robert McNamara als Self
- Errol Morris als Self (uncredited)
- Fidel Castro als Self (archive footage) (uncredited)
- Barry Goldwater als Self (archive footage) (uncredited)
- John F. Kennedy als Self (archive footage) (uncredited)
- Nikita Khrushchev als Self (archive footage) (uncredited)
- Curtis LeMay als Self (archive footage) (uncredited)
- Richard Nixon als Self (archive footage) (uncredited)
- Harry Reasoner als Self (archive footage) (uncredited)
- Franklin D. Roosevelt als Self (voice) (archive footage) (uncredited)
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Verfügbarkeit
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