Das Glück (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Agnès Varda |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 80 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-02-10 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (317 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Familienvater führt ein Leben, das von außen betrachtet vollkommen wirkt. Er ist glücklich, seine Ehe ist liebevoll, der Alltag scheint in ruhigen Bahnen zu verlaufen. Dann verliebt er sich in eine andere Frau. Er verschweigt das nicht, sondern gesteht es seiner Ehefrau, und dieses Geständnis setzt eine Entwicklung in Gang, die das Gefüge der Familie grundlegend verändert.
Im Mittelpunkt steht damit die unbequeme Frage, ob sich Glück einfach erweitern lässt, ohne dass jemand dafür bezahlt. Wie die Geschichte darauf antwortet, bleibt hier bewusst offen, denn gerade der weitere Verlauf und der auffallend gelassene Ton, in dem er erzählt wird, bilden den Kern des Werks.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Agnès Varda, der Film erschien 1965. Vor der Kamera stehen Jean-Claude Drouot, Claire Drouot, Olivier Drouot und Sandrine Drouot. Alle vier tragen denselben Nachnamen, was gut zu einem Werk passt, das eine Familie ins Zentrum rückt und deren Zusammenhalt auf die Probe stellt.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm gehen hier eine eigenwillige Verbindung ein. Die Zutaten des Liebesfilms, also Verliebtheit, Zärtlichkeit und das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft, werden nicht als Ziel einer Handlung erzählt, sondern als Ausgangspunkt eines Konflikts. Daraus ergibt sich ein Drama, das ohne laute Auseinandersetzungen auskommt und seine Wirkung eher aus dem Kontrast zwischen heller Oberfläche und schwerem Inhalt bezieht.
Bemerkenswert ist vor allem die Haltung der Erzählung. Der Film hält seine Figuren in einer seltsamen Schwebe und legt nicht offen, ob er die bürgerlichen Vorstellungen von Glück, die er vorführt, kritisch beobachtet oder verklärt. Diese Unentschiedenheit überlässt dem Publikum die Deutung.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,4 von 10 zeigt, dass der Film bei seinem Publikum deutlich über dem Mittelmaß ankommt. Die Zahl der abgegebenen Stimmen liegt im niedrigen dreistelligen Bereich, die Einschätzung ruht also auf einer eher schmalen Basis.
Der Film hat 61 Jahre auf dem Buckel, und doch hat die Grundfrage nichts von ihrer Schärfe verloren. Im Feld der Liebesdramen nimmt der Film eine ungewöhnliche Stellung ein, weil er die Liebe nicht feiert und nicht verurteilt, sondern mit irritierender Ruhe betrachtet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Claude Drouot als François Chevalier
- Claire Drouot als Thérèse Chevalier
- Olivier Drouot als Pierrot Chevalier
- Sandrine Drouot als Gisou Chevalier
- Marie-France Boyer als Émilie Savignard
- Marcelle Faure-Bertin als Bertin
- Manon Lanclos als Mrs. Mesquier
- Sylvia Saurel als Yvette Mercier
- Marc Eyraud als Joseph Chevalier
- Christian Riehl
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Verfügbarkeit
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