Carancho (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pablo Trapero |
|---|---|
| Genre | Thriller, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-05-06 |
| Einspielergebnis | 9.961.838 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (183 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sosa verdient sein Geld auf eine Weise, die kaum Vertrauen weckt: Als „Carancho“ streift er durch Buenos Aires auf der Suche nach Opfern von Verkehrsunfällen, die er als Anwalt vertritt, während im Hintergrund Versicherungen, korrupte Polizisten und ein ganzes Netzwerk aus Anwälten mitverdienen. An einem Abend, wieder auf der Jagd nach einem neuen Fall, begegnet er Luján, einer Notärztin, die ihre Schichten mit Drogen übersteht, um dem Druck standzuhalten. Die beiden treffen an einem Unfallort aufeinander, sie kämpft um das Leben eines Verletzten, er sieht in ihm einen möglichen Klienten. Aus dieser schiefen Konstellation heraus entwickelt sich eine Beziehung, die von Anfang an mit den Widersprüchen ihrer beiden Welten belastet ist.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2010 unter der Regie von Pablo Trapero. In den Hauptrollen sind Ricardo Darín und Martina Gusmán zu sehen, an ihrer Seite stehen Carlos Weber und José Luis Arias. Es handelt sich um eine Produktion, die Thriller, Drama und Liebesfilm miteinander verbindet.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriminalmilieu und Romanze ist ungewöhnlich, weil sie zwei gegensätzliche Register nebeneinanderstellt: die kühle, korrupte Logik des Versicherungsgeschäfts und die emotionale Nähe zweier Menschen, die beide auf ihre Weise beschädigt sind. Dass die Liebesgeschichte ausgerechnet an einem Unfallort beginnt, an dem der eine Leben rettet und der andere Profit sucht, macht die moralische Schieflage der Handlung von Beginn an sichtbar. Die Anlage der Geschichte um zwei Figuren, die aus entgegengesetzten Motiven denselben Ort aufsuchen, deutet darauf hin, dass der Film weniger auf klassische Spannungsdramaturgie setzt als auf die Beobachtung, wie Ausbeutung und Zuneigung sich gegenseitig durchdringen können.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer eher schmalen, niedrigen dreistelligen Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2010 sind inzwischen mehr als zehn Jahre vergangen, was ihn innerhalb des südamerikanischen Genrekinos, das Sozialkritik mit Genreelementen verbindet, in eine mittlerweile etablierte Traditionslinie stellt, ohne dass sich daraus weitere Aussagen über seine Wirkung treffen lassen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Ricardo Darín als Sosa
- Martina Gusmán als Luján
- Carlos Weber als Perro
- José Luis Arias als Casal
- Fabio Ronzano als Pico
- Loren Acuña als Mariana
- Gabriel Almirón als Munoz
- Francisco Acosta als Pacheco
- Federico Esquerro als Administrative
- Roberto Maciel als Rinaldi
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Verfügbarkeit
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