Braveheart (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mel Gibson |
|---|---|
| Genre | Action, Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 177 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-05-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 72.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 213.216.216 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (11.437 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Schottland Ende des 13. Jahrhunderts. William Wallace kehrt nach Jahren im Ausland auf den Hof seines Vaters zurück und will nichts als Landwirtschaft betreiben. Als englische Soldaten seine heimlich angetraute Frau töten, greift er zum Schwert und löst damit einen Aufstand aus, den der schottische Adel weder gewollt noch geplant hat.
Der Film erzählt die Schlachten von Stirling und Falkirk, den Verrat durch die eigenen Landsherren und Wallaces Hinrichtung in London. Sein eigentliches Thema ist der Unterschied zwischen einem Adel, der über Titel und Ländereien verhandelt, und Bauern, die für etwas kämpfen, das sich nicht aufteilen lässt.
Entstehungsgeschichte
Randall Wallace stieß bei einer Schottlandreise auf ein Denkmal für William Wallace und schrieb daraufhin das Drehbuch. Die Quellenlage zu der historischen Figur ist dünn; die Hauptquelle ist ein episches Gedicht aus dem 15. Jahrhundert, also rund zwei Jahrhunderte nach den Ereignissen.
Mel Gibson wollte den Film zunächst nur inszenieren und hielt sich mit neununddreißig für zu alt für die Rolle. Paramount machte die Finanzierung davon abhängig, dass er selbst spielt. Das Budget lag bei rund 72 Millionen Dollar, wovon Gibson einen Teil aus eigenen Mitteln beisteuerte, als die Kosten stiegen.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Schottland und Irland. Für die Schlachtszenen stellte die irische Armee rund 1.600 Reservisten ab, die über Wochen in Formation ausgebildet wurden. Gibson inszenierte die Kämpfe mit Handkamera und variabler Bildfrequenz — ein Verfahren, das Spielberg drei Jahre später in "Der Soldat James Ryan" weiterführte.
Die historischen Ungenauigkeiten sind zahlreich und dokumentiert: Die Kilts der Zeit sahen anders aus, die Gesichtsbemalung ist Jahrhunderte zu früh, die Schlacht von Stirling Bridge findet ohne Brücke statt, und die französische Prinzessin, mit der Wallace im Film ein Kind zeugt, war zum Zeitpunkt seines Todes ein Kind. Gibson hat die meisten davon eingeräumt und mit der Dramaturgie begründet.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann fünf Oscars, darunter bester Film und beste Regie, und spielte weltweit rund 213 Millionen Dollar ein.
Seine politische Wirkung in Schottland war messbar: Die Schottische Nationalpartei nutzte ihn für Kampagnen, und die Debatte über Unabhängigkeit bekam neuen Auftrieb. Historikerinnen und Historiker stellen ihn regelmäßig als Beispiel dafür heraus, wie stark ein Spielfilm das populäre Geschichtsbild prägen kann — und wie schwer es ist, gegen ein Bild anzuschreiben, das eine ganze Generation im Kopf hat.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mel Gibson als William Wallace
- Catherine McCormack als Murron MacClannough
- Sophie Marceau als Princess Isabelle
- Patrick McGoohan als King Edward
- Angus Macfadyen als Robert the Bruce
- Brendan Gleeson als Hamish Campbell
- James Robinson als Young William Wallace
- James Cosmo als Campbell
- Sean McGinley als MacClannough
- Gerda Stevenson als Mother MacClannough
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Verfügbarkeit
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