Bird (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Clint Eastwood |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik |
| Laufzeit | 161 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-06-01 |
| Budget | 9.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (360 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Mittelpunkt steht Parker, ein Jazzmusiker und eine amerikanische Legende: besessen, getrieben und in jeder Hinsicht extrem. Er will alles zugleich, Liebe und Erfolg, Lust und Vergnügen ohne Ende. Die Musik erfüllt ihn ganz, doch ebenso hängt er an allen Begierden, die sich nur denken lassen.
Parker lässt seinen Obsessionen freien Lauf, in der Musik wie im Leben. Auf seinem Horn improvisiert er, was so noch nie zu hören war. Zugleich mutet er seinem Körper zu, woran andere schnell zugrunde gehen: Heroin, Alkohol und Medikamente, Exzesse beim Essen und beim Sex. Darin liegt die Tragik der Figur. Das eine kann er nur tun, ohne das andere zu lassen. Seine maßlose, schwindelerregende Musik scheint ein ebenso maßloses, schwindelerregendes Leben vorauszusetzen. Der Film nähert sich diesem Widerspruch behutsam und mit Vorsicht.
Entstehungsgeschichte
Clint Eastwood führte bei „Bird“ Regie, in die Kinos kam das Werk 1988. Forest Whitaker, Diane Venora, Michael Zelniker und Samuel E. Wright bilden die Besetzung. Der Film verbindet Drama und Musik und stellt das Leben eines Künstlers in den Vordergrund, dessen Werk und Lebensführung sich nicht voneinander trennen lassen.
Hinter den Kulissen
Die Genrekombination aus Drama und Musik sagt viel über die Anlage. Die Musik ist hier kein Beiwerk, sondern Gegenstand der Erzählung selbst, denn sie bestimmt, wer die Hauptfigur ist und wie sie lebt. Das Drama wiederum ergibt sich aus der Kehrseite dieses Lebens, aus Abhängigkeit und Selbstzerstörung.
Die Geschichte ist als Porträt angelegt, weniger als Abfolge äußerer Ereignisse. Sie kreist um einen inneren Widerspruch: Die Grenzenlosigkeit, die Parkers Improvisationen möglich macht, ist dieselbe, die seinen Körper angreift. Der Film nimmt diese Verbindung ernst, statt sie aufzulösen oder zu beschönigen. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob künstlerische Kühnheit und persönliche Maßlosigkeit bei dieser Figur überhaupt getrennt gedacht werden können. Der vorsichtige Zugang, den der Film wählt, passt zu einem Stoff, der von Sucht und Verfall erzählt.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,9 von 10 liegt die Bewertung klar im oberen Mittelfeld. Einige hundert Stimmen stehen dahinter, eine Basis, die eine verlässliche Tendenz erkennen lässt. Seit dem Erscheinen sind 38 Jahre vergangen. Im Umfeld der Musikerporträts gehört der Film zu jenen Dramen, die Genie und Selbstzerstörung als zwei Seiten derselben Person zeigen und den Blick weniger auf den Ruhm als auf dessen Preis richten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Forest Whitaker als Charlie 'Bird' Parker
- Diane Venora als Chan Parker
- Michael Zelniker als Red Rodney
- Samuel E. Wright als Dizzy Gillespie
- Keith David als Buster Franklin
- Michael McGuire als Brewster
- James Handy als Esteves
- Damon Whitaker als Young Bird
- Morgan Nagler als Kim
- Arlen Dean Snyder als Dr. Heath
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Verfügbarkeit
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